Immobilien: Warum ein Hausverkauf ohne Makler Risiken birgt
Erfahrene Makler kennen Vergleichsobjekte in der Region und können den Wert einer Immobilie besser einschätzen als Laien.
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Foto: HandelsblattSteigende Bauzinsen, die Inflation und die wachsende Bedeutung der Energieeffizienz von Gebäuden sorgen vielerorts für sinkende Preise bei Bestandsimmobilien, vor allem bei unsanierten Häusern. Da ist es verlockend, wenigstens die Maklerprovision zu sparen, indem man sein Haus ohne Makler verkauft. Doch ganz so einfach ist es nicht.
„Momentan klafft die Schere auf dem Markt weit auseinander: Verkäufer haben hohe, meist überhöhte Preisvorstellungen, Käufer können sich heute nicht mehr dieselbe Finanzierung leisten wie noch vor zwei Jahren“, beschreibt Sven Keussen, Vorsitzender des Bundesfachausschusses Makler im Immobilienverband Deutschland (IVD), die aktuelle Marktlage. Daher sei es erheblich schwieriger geworden, dass Verkäufer und Käufer mit ihren jeweiligen Vorstellungen zueinander finden.
Hausverkauf: Laien haben es schwer, Immobilienpreise richtig einzuschätzen
Hinzu kommt: Die Immobilienpreise entwickeln sich gerade sehr dynamisch und regional unterschiedlich. „Wer als Laie sein Haus verkauft, kann nur schwer einschätzen, was der Markt hergibt und mit welchem Preis er auf die Bühne treten kann“, warnt Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Vertrauensanwältin des Bauherrenschutzbundes.