Immobilienbau: Studie zeigt durchschnittlich 31 Mängel pro Hausbau
München. Bauen ist nicht nur teuer, sondern mitunter auch nervenaufreibend – schließlich kommt es immer wieder zu Pannen und Problemen. Wie häufig Mängel bei privaten Neubauten auftreten, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Bauforschung (IFB), die im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes (BSB) erstellt wurde. Grundlage waren 100 Bauprojekte, die der BSB zwischen 2020 und 2024 mit Qualitätskontrollen begleitet hat.
Die Experten kamen insgesamt auf 31 Mängel pro Projekt. 2019 lag der Wert noch bei 29. Es ist die fünfte Studie dieser Art. Dazu gab es 700 Qualitätskontrollen bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Bau. Deren Dokumentation zeigt, dass vor allem Probleme im Bereich Innenputz, Estrich und Innenausbau dominieren. Dort wurden 558 Mängel erfasst, was einem Anteil von 22 Prozent entspricht. Häufig gab es Beanstandungen bei Parkett- und Fliesenarbeiten.
Im Bereich Gebäudeabdichtungen und Dämmungen zum Erdreich gab es 357 Mängel (14 Prozent), zum Beispiel bei der Abdichtung des Sockels. Es folgten die Bereiche Rohbau, Statik und Dachkonstruktion mit 13,3 Prozent sowie Wärmedämmung mit 11,6 Prozent.