Kreislauffähig Bauen: Wie sich Materialien recyceln lassen
Düsseldorf. Die Baubranche ist ein Schwergewicht. Sie beschäftigt etwa eine Million Menschen und erzielt gut 160 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Allerdings ist sie auch ein dicker Brocken beim Klimaschutz: Sie verantwortet 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland und mehr als die Hälfte des Abfalls.
Das kann sich die Branche eigentlich nicht mehr leisten. Um die Klimaziele zu erreichen, müsste sie ihren CO2-Ausstoß drastisch senken. Zudem werden einige Rohstoffe und der Platz auf Deponien knapp. Laut dem Baustoffhersteller Sievert führen die höheren Kosten für Beschaffung und Entsorgung von Baumaterialien schon jetzt zu steigenden Baupreisen. Künftig dürfte sich das fortsetzen.
Eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zu senken und Rohstoffe wiederzuverwenden, wäre das kreislauffähige Bauen: Damit lassen sich Materialien am Ende ihrer Nutzungsdauer in gleichbleibender Qualität erhalten und wiederverwenden. Bestenfalls ist eine endlose Nutzung möglich. Das sei „ein entscheidender Wendepunkt für die Bauwirtschaft, um den steigenden Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Emissionen wirksam zu reduzieren“, sagte Johannes Kreißig, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), auf einer Pressekonferenz zum zirkulären Bauen.