Immobilien: Preos und Gläubiger ringen um 250-Millionen-Euro Anleihe
Das Hauptquartier von Sky ist ein bekanntes Gebäude im Portfolio von Preos. Das Unternehmen will kurzfristig eine 250-Millionen-Euro-Anleihe restrukturieren. Die Gläubiger sind skeptisch.
Foto: imago stock&peopleBerlin, Düsseldorf. Es steht viel Geld auf dem Spiel, und es geht um einen ebenso prominenten wie umstrittenen Investor. Am Ende wird eine Kampfabstimmung über die Zukunft einer 250 Millionen Euro schweren Anleihe der Frankfurter Immobilienfirma Preos AG entscheiden. Drei große Gläubiger haben angekündigt, gegen die Pläne der Gesellschaft zur Restrukturierung des Papiers zu stimmen. Sie vertreten nach Handelsblatt-Informationen bereits einen zweistelligen Millionenbetrag.
Preos plant einen massiven Eingriff in die Verträge: Die Gesellschaft will die Laufzeit der Ende 2024 fälligen Wandelanleihe um fünf Jahre verlängern. Statt 7,5 Prozent will sie nur noch zwei Prozent Zinsen ausschütten. Der Rest soll bis Ende der Laufzeit gestundet werden und verfallen, falls die Gläubiger die Anleihen 2029 in Aktien umwandeln wollen. Auch das Kündigungsrecht bei ausbleibender Zinszahlung im Dezember soll wegfallen.
Die auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Preos AG gehört fast vollständig der Publity AG, die wiederum der umstrittene Immobilieninvestor Thomas Olek als Aufsichtsratsvorsitzender kontrolliert. Er stand in der Vergangenheit schon öfter in der Kritik, weil er Geldgebern großspurige Versprechungen machte, die dann platzten.