LEG Immobilien: Zweitgrößter deutscher Vermieter muss neue Korrekturen vornehmen
Die LEG rechnet „für das erste Halbjahr 2023 mit einem Rückgang des Wertes des Immobilienvermögens im mittleren einstelligen Prozentbereich.“
Foto: dpaFrankfurt. Der schwache Immobilienmarkt hinterlässt immer tiefere Spuren bei den deutschen Wohnungsfirmen. Gut eine Woche nach Vonovia hat auch Deutschlands Nummer zwei unter den börsennotierten Vermietern, die Düsseldorfer LEG Immobilien, erneut eine Abwertung des eigenen Wohnungsbestands angekündigt.
Das Unternehmen rechne „für das erste Halbjahr 2023 mit einem Rückgang des Wertes des Immobilienvermögens im mittleren einstelligen Prozentbereich“, teilte die LEG bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen am Mittwoch mit. Eine Neubewertung des Bestands solle im zweiten Quartal vorgenommen werden.
Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hatte zum Ende des ersten Quartals ebenfalls eine außerplanmäßige Neubewertung des Gesamtportfolios vorgenommen. Der Verkehrswert des Immobilienbestands der Bochumer gab danach auf 91,2 (Ende 2022: 94,7) Milliarden Euro nach, ein Minus von knapp vier Prozent.
Das Immobilienvermögen der Wohnungsriesen schrumpft damit weiter: Bereits im zweiten Halbjahr 2022 hatte LEG seine Bestände um vier Prozent abgewertet, Vonovia hatte den Wert um 3,9 Prozent reduziert.
LEG Immobilien: Wertkorrekturen wegen sinkender Immobilienpreise
Die Branche bekommt damit den Preisverfall für Wohnungen und Häuser in Deutschland auch in ihren Büchern deutlich zu spüren. Günstige Zinsen und eine hohe Nachfrage hatten in den letzten Jahren die Immobilienpreise stetig nach oben getrieben – und damit auch die Bilanzen der Konzerne aufgehübscht. Denn die Immobilienkonzerne bildeten diese Wertsteigerungen in ihren Bilanzen ab und schrieben so die Werte ihrer Bestände in den vergangenen Jahren hoch.