Sicherheit: Panikräume gelten als neuer Trend bei Luxusimmobilien
Hamburg. Tief in der Nacht poltert es am Eingang. Der Lärm dringt die Treppe hinauf ins Schlafzimmer, wo die Hausbesitzerin erschrocken im Bett liegt. Plötzlich springt unten die Tür auf, drei Männer stürmen die Stufen hinauf. Kurz bevor sie die Bewohnerin erreichen, flüchtet diese mit ihrer Tochter in einen verborgenen Raum hinter einem Spiegel, drückt den Notknopf. Die Monitore der Überwachungskameras springen an, die massive Stahltür fällt den Einbrechern vor der Nase zu.
Es ist ein Albtraum, den Zuschauer gemeinsam mit Schauspielerin Jodie Foster im US-Film „Panic Room“ durchleben. Während Panikräume in den USA in Häusern und größeren Apartments üblich sind, finden sie sich in Deutschland bislang nur vereinzelt in Luxusimmobilien. Doch die Popularität der Schutzräume wächst auch hierzulande.
Zwar ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland 2024 mit rund 90.000 Fällen konstant geblieben. Dennoch verspürten gerade Immobilieneigentümer mit größerem Vermögen einen zunehmenden Wunsch nach Schutz im Notfall, sagt Jörg Allstädt, Gründer und Geschäftsführer des Panikraum-Anbieters Turtle Saferooms. „Viele unserer Kunden stehen in der Öffentlichkeit. Aber uns fragen auch weniger prominente Hausbesitzer an, denen es darum geht, ihre Familie zu schützen, wenn sie selbst auf Geschäftsreise oder anderweitig nicht zu Hause sind.“