Trendviertel 2022: Zwischen Hafencity und Plattenbau: Dresden ist kein Selbstläufer mehr
Allein durch die ansässige Wirtschaft und den Status von Dresden als Universitäts- und Verwaltungsstadt ist laut Experten in den kommenden Jahren ein Bevölkerungszuwachs zu erwarten.
Foto: dpaDresden. Von alten Zeiten kündet noch die Villa Grumbt, die der Kaufmann Ernst Grumbt 1888 im Stil der Neorenaissance im Dresdener Stadtteil Pieschen-Süd errichten ließ. Doch auf dem Areal dahinter brechen neue Zeiten an. Am dortigen Elbufer, wo einst das Grumbtsche Dampfsäge- und Hobelwerk und später abbruchreife Lager und Garagen standen, drehen sich nun die Kräne und Betonmischer.
Hier entsteht „Marina Garden“: vier Gebäude mit 210 Wohnungen, 21 davon sozial gefördert. Gerade hat der Hochbau begonnen.
Investor ist die österreichische CTR-Gruppe, die in Dresden bereits Gebäude wie die Residenz am Zwinger oder Boulevard am Wall I und II hochgezogen hat. Für das Gelände von Marina Garden hatte Dresden bereits vor Jahren ein Werkstattverfahren durchgeführt, um die Beachtung von denkmalgeschützter Villa und Hochwasserschutz sicherzustellen.
Doch die einstige Besitzerin überwarf sich mit der Stadt. 2019 kaufte CTR dann das Grundstück und folgte dem bereits ausgewählten Architekturentwurf mit organisch geschwungenen Gebäuden, Retentionsflächen für den Hochwasserfall und öffentlicher Erholungszone am Elbufer.