Immobilien in Augsburg: Das sind die Trendviertel der Fuggerstadt
Lechhausen, Oberhausen und Kriegshaber sind begehrte Stadtteile in der drittgrößten Stadt Bayerns.
Foto: imago images/Westend61München. Eine Jahreskaltmiete von 88 Cent und täglich drei Gebeten – von dieser 500 Jahre alten Übereinkunft profitieren noch heute 150 Bedürftige, die in der Augsburger Fuggerei leben. Es ist die wohl älteste Sozialsiedlung der Welt.
Andernorts in Augsburg stellen hohe Mieten und Wohnraummangel ein Problem dar. Die Stadt ist enorm gewachsen, etwa 300.000 Einwohner leben mittlerweile dort. Das sorgte am Kaufmarkt lange für stark steigende Preise im gesamten Stadtgebiet, nun herrscht Stillstand. Es zählt wieder die Lage.
„Vor allem potenzielle Käufer im mittleren Preissegment sind nahezu komplett weggebrochen, also für Eigentumswohnungen bis 400.000 Euro und Häuser bis 700.000 Euro”, berichtet der Augsburger Immobilienmakler Thomas Heinz. Das sieht Maximilian-Philipp Walser ähnlich, Geschäftsführer der Walser Immobilienprojekte. „Wenn jetzt etwas verkauft wird, dann vor allem in den absoluten Toplagen”, sagt er.
Immobilien in Augsburg: Göggingen ist Trendviertel 2023
Somit sind nicht alle Gebiete gleichermaßen von der Schockstarre am Immobilienmarkt betroffen. Vor allem Immobilien in der historischen Innenstadt finden derzeit noch Abnehmer, aber auch in anderen Vierteln wie Göggingen oder Kriegshaber tut sich noch etwas. „Meist sind es einzelne Bereiche in Stadtvierteln, die besonders begehrt sind. Manchmal konzentriert sich das Interesse der Käufer sogar nur auf einzelne Straßen”, erklärt Gabriele Gräf, Geschäftsstelleninhaberin der Agentur Von Poll Immobilien in Augsburg. „Zum Beispiel sind Immobilien in Göggingen rund um den Römerweg besonders begehrt”, erzählt Gräf.