Immobilienmarkt: Warum Firmen neu bauen müssen, obwohl Tausende Büros leer stehen
München. In keiner anderen Anlageklasse am Immobilienmarkt herrscht derzeit so große Unsicherheit wie am Büromarkt. Neben den deutlich gestiegenen Zinsen, die dafür gesorgt haben, dass Käufer und Bauherren mehr für ihre Kredite zahlen müssen, leiden Investoren noch immer unter den Folgen der Pandemie.
Damals haben viele Unternehmen ihre Angestellten ins Homeoffice geschickt. Das hat dazu geführt, dass nach Daten des Ifo-Instituts gegenwärtig Angestellte im Schnitt mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause arbeiten. Diese Gemengelage hat dafür gesorgt, dass, laut Zahlen der Beratungsgesellschaft CBRE, die Umsätze mit Bürogebäuden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 79 Prozent eingebrochen sind.
Immobilienexperten haben Ideen, wie sich die Büros wandeln können. „Für nicht wenige Unternehmen sind sie ein Instrument, Mitarbeiter zu binden“, sagt Katharina Biermann. Sie verantwortet für das Maklerhaus Avison Young das Geschäft mit Büroimmobilien.
Aber sie weiß allzu gut: Die Büroentwickler stehen vor großen Herausforderungen.
Eines der größten Probleme für alle, die mit Büroflächen Geld verdienen wollen, sind die gestiegenen Zinsen. Hier gibt es, laut den CBRE-Zahlen, viele, die abwarten, dass die Zinsen wieder sinken und Kredite für Bauherren wie für Käufer wieder günstiger werden.