Wohnungsbau: Häuser aus der Fabrik – Hilft der Modulbau gegen den Mangel?
Düsseldorf. Es klang innovativ, was der CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz Ende Dezember 2024 in der „Bild am Sonntag“ als Lösung für fehlenden Wohnraum und den viel zu langsamen Wohnungsbau vorschlug: In Fabriken gefertigte Wohnmodule, die auf Baustellen nur noch zusammengesetzt werden.
Ganz neu war die Idee aber nicht. Das sogenannte modulare Bauen wird schon lange praktiziert. Allerdings ist es im Gegensatz zu Fertighäusern, bei denen nur einzelne Bauteile in Fabriken hergestellt werden und nicht ganze Raummodule, weniger bekannt.
Modulares Bauen gilt als effizient und zeitsparend
Nun taucht der Modulbau wieder als mögliche Lösung für fehlenden Wohnraum in Städten auf. Denn die Bauweise gilt als zeitsparend, effizient und weniger anfällig für Verzögerungen als das konventionelle Errichten von Häusern.
Module werden schon bei der Fertigung inklusive Decken, Fenster, Dämmung sowie Wasser- und Elektroinstallationen hergestellt. Da sie in Hallen gefertigt werden, ist die Produktion wetterunabhängig. In puncto Kosten kann modularer Neubau außerdem günstiger sein. Zusätzlich ist diese Bauweise vergleichsweise nachhaltig.
Dass Bundespolitiker das Potenzial des Modulbaus öffentlich hervorheben, ist für die Branche ein gutes Zeichen. Doch Kanzlerkandidat Merz liefert mit seinem Vorschlag, auf modular gefertigte Einfamilienhäuser zu setzen, keine Lösung für das Problem des mangelnden Wohnraums in Städten. Die modulare Bauweise wäre hier nur dann ein Gamechanger, wenn durch sie schnell viele Geschosswohnungen entstünden.