Kryptowährung: Die große Krypto-Erosion: 40 Prozent der Bitcoin-Anleger sind jetzt in der Verlustzone
Befürworter von Bitcoin & Co. sehen in den Cyberdevisen digitales Gold. Schutz bieten sie Anlegern aktuell aber nicht.
Foto: ReutersNew York, Düsseldorf. Der Ausverkauf am Kryptomarkt geht nahezu ungebremst weiter. Am Dienstag ist die Digitalwährung Bitcoin das erste Mal seit Juli 2021 zeitweise unter die Marke von 30.000 Dollar gefallen. Nach einer kurzen Gegenbewegung fiel die älteste und wichtigste Kryptowährung am Mittwoch nach den US-Inflationszahlen sogar noch tiefer. Damit hat der Bitcoin seit seinem Rekordhoch vom November 2021 in der Spitze 56 Prozent an Wert verloren. Damals lag der Kurs bei fast 69.000 Dollar.
Die Verluste treffen damit nicht mehr nur Anleger, die spät in den Krypto-Hype investiert haben, oder Spekulanten, die mit ihren Wetten auf steigende Krypto-Kurse falschliegen. Mittlerweile sind fast 40 Prozent der Bitcoin-Anleger in der Verlustzone, wie Daten des Analysehauses Glassnode zeigen. Die Kursverluste sind nicht nur für Anleger schmerzhaft. Sie treffen auch das Geschäft von Brokern wie Robinhood, von spezialisierten Börsen wie Coinbase sowie von Krypto-Minern.
Bis auf 29.962 Dollar ging es am Dienstag für den Bitcoin abwärts. Niedrigere Kurse gab es beim Bitcoin in den vergangenen zwölf Monaten lediglich an zwei Tagen: dem 20. und 21. Juli 2021. Wer an anderen Tagen investierte, war zu diesem Zeitpunkt automatisch mit seinem Investment im Minus.