Iris Knobloch: Europas erste Spac-Managerin sucht auch deutsche Medienunternehmen für Börsenmantel
„Wir sehen gute Investmentchancen bei Familienunternehmen und Mittelständlern“, sagt die Vorstandschefin der neuen Gesellschaft I2PO.
Foto: Warner BrosFrankfurt. Der Börsenmantel I2PO sucht in Europa nach Übernahmezielen im Bereich der Medien und der Unterhaltungsindustrie. Dabei rücken auch private oder von Familien geführte Unternehmen in Deutschland ins Visier der Firmenjäger. „Wir sehen gute Investmentchancen bei Familienunternehmen und Mittelständlern“, sagt Iris Knobloch, Vorstandschefin der neuen Gesellschaft I2PO.
„In Europa gibt es viele nationale Champions, denen die finanziellen Mittel fehlen für die paneuropäische oder internationale Expansion. Hier sehen wir Chancen, die Unternehmen zu unterstützen. Wir können eine Plattform schaffen, um die Konsolidierung voranzubringen.
Die Notierung der Gesellschaft I2PO erfolgt an der Börse Euronext in Paris.
Foto: ReutersEs geht auch um die Schaffung von Gegengewichten zu den Konglomeraten in den USA“, ergänzt die Managerin, die die erste europäische Special Purpose Acquisition Company – abgekürzt Spac – in diesem Bereich führen wird. Das Emissionsvolumen für diesen Börsenmantel wird zwischen 250 und 300 Millionen Euro liegen, die Notierung der Gesellschaft erfolgt an der Börse Euronext in Paris.
Knobloch arbeitete 25 Jahre lang beim Medienkonzern Warner Media in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als Präsidentin von Warner in Frankreich, Benelux, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nun hat sie sich dazu entschieden, etwas Neues anzufangen. Zu Knoblochs Aufgabenbereich gehörte die Entwicklung und Umsetzung der strategischen Ziele sowie die Koordinierung der wirtschaftlichen Aktivitäten und das Marketing.