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Bitcoin-HalvingKurs kaum verändert – Einnahmen der Miner sinken drastisch

Bei der wichtigsten Kryptowährung wächst das Angebot jetzt langsamer. Einige Marktteilnehmer stellt das vor eine Herausforderung.Andreas Neuhaus 21.04.2024 - 15:48 Uhr aktualisiert
Bitcoin: Auf den Kurs hatte das sogenannte Halving zunächst kaum Auswirkungen. Foto: Getty Images, Bloomberg [M]

Düsseldorf. In der Nacht auf Samstag hat das vierte „Bitcoin-Halving“ stattgefunden. Dabei wird das Tempo halbiert, mit dem neue Einheiten der ältesten und wichtigsten Kryptowährung entstehen. So soll eine Inflation verhindert werden.

Auf den Kurs hatte das Ereignis zunächst keinen Einfluss, am Sonntag lag der Bitcoin laut Daten der Analyseseite Coinmarketcap bei rund 65.000 Dollar und damit leicht unter dem Stand der Vorwoche.

Die Kryptocommunity hatte dem Halving entgegengefiebert, da dadurch das Angebot langsamer wächst. Experten wie Chris Gannatti vom Vermögensverwalter Wisdomtree hatten das planmäßig etwa alle vier Jahre auftretende Phänomen als „eines der größten Ereignisse in der Kryptowelt in diesem Jahr“ bezeichnet.

Im Anschluss an die ersten drei Halvings war der Bitcoin steil gestiegen. Allerdings wird der Effekt von Mal zu Mal geringer: Während in den vier Jahren nach dem ersten Halving nur noch 5,25 Millionen statt 10,5 Millionen Bitcoins produziert wurden, verringerte sich in den nächsten vier Jahren die Produktionsmenge nur noch von 1,3 Millionen auf 650.000 Bitcoins.

Da die Angebotsverknappung zudem absehbar war, ist der Effekt schon eingepreist, erklären die Analysten der Deutschen Bank. „Wir erwarten nicht, dass die Preise nach dem Halving signifikant ansteigen werden“, schrieb Marion Laboure in einer Mitteilung.

Einen Kurseinbruch erwartet sie aber nicht: „Mit Blick auf die Zukunft gehen wir weiterhin davon aus, dass die Preise hoch bleiben werden.“

Einnahmen der Bitcoin-Miner sinken

Deutlicher sind die Auswirkungen auf die „Bitcoin-Miner“. Beim Bitcoin werden die Informationen einer Transaktion in verschlüsselten Datenblöcken in einer Datenbank hintereinandergehängt. Für die Validierung einer Transaktion stellen die Nutzer Rechenkapazitäten zur Verfügung und werden dafür in neu geschaffenen Bitcoin entlohnt. Dieser Prozess heißt „Mining“.

Beim Halving erhalten die Miner für dieselbe Arbeit nur noch die Hälfte an digitalen Münzen. Ihre Kosten für die Berechnungen – etwa der Stromverbrauch – bleiben jedoch gleich. Die Aktienkurse von Mining-Unternehmen standen daher zuletzt unter Druck.

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Die Titel von Marathon Digital, einem der größten Miner, sind 2024 um fast 30 Prozent gefallen , Papiere des Konkurrenten Riot Platforms um 40 Prozent. Jedoch hatten beide 2023 um mehrere Hundert Prozent zugelegt.

Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters.

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