Pharmaindustrie: Elf Milliarden Dollar Börsenwert: Hexal-Mutter Sandoz startet schwach an der Schweizer Börse
Trotz des enttäuschenden Börsenstarts ist Sandoz der größte Neuzugang an der Schweizer Börse seit Alcon.
Foto: SandozZürich, Frankfurt. Die Aktien des weltweit zweitgrößten Generikaherstellers Sandoz sind an ihrem ersten Handelstag mit einem deutlichen Abschlag an der Schweizer Börse gestartet. Die Papiere des Hexal-Mutterkonzerns starteten zu einem Preis von 24 Franken. Das entspricht einem Börsenwert von elf Milliarden Franken (11,4 Milliarden Euro).
Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten. Stefan Schneider, Analyst bei Vontobel, hatte mit einer Spanne von rund 27 bis 33 Schweizer Franken gerechnet, was einer Marktkapitalisierung von rund 17 bis knapp 20 Milliarden Franken entspricht. Die Investmentbank Jefferies hatte einen Zielkorridor von 25 bis 33 Franken ausgegeben. Novartis-Aktionäre hatten für je fünf Anteilsscheine an Novartis eine Sandoz-Aktie erhalten.
Trotz des enttäuschenden Börsenstarts ist Sandoz der größte Neuzugang an der Schweizer Börse seit Alcon: Das ebenfalls von Novartis abgespaltene schweizerisch-amerikanische Augenheilkunde-Unternehmen brachte es bei seinem Debüt 2019 auf 28 Milliarden Dollar.
Sandoz will die Marge deutlich steigern
Ob die Sandoz-Abspaltung allerdings so viel Wert schafft wie die von Alcon, muss sich erst noch zeigen. Die Alcon-Aktien haben seit ihrem Börsendebüt 2019 mit einem Plus von 18 Prozent deutlich stärker zugelegt als der Mutterkonzern Novartis, der im gleichen Zeitraum zwölf Prozent an Wert gewann.