Quantencomputing: Chef von Nvidia warnt vor Quanten-Hype – und löst Crash aus
Las Vegas, New York. Sie waren die heimlichen Börsenstars der vergangenen Wochen: Unternehmen, die sich mit Quantentechnologie beschäftigen. Kleine Anbieter wie Rigetti und D-Wave Systems legten im vergangenen Jahr jeweils über 1000 Prozent zu – und lieferten damit Renditen, die Anleger vor allem aus der extrem volatilen Kryptowelt kennen.
Angetrieben wurde der Boom gerade im Dezember durch einen neuen Quantenchip von Google, der Fortschritte bei der komplexen Technologie aufzeigte und die Hoffnungen der Anleger beflügelte.
Äußerungen von Nvidia-CEO Jensen Huang ließen die Papiere am Mittwoch jedoch drastisch einbrechen. Rigetti verlor mehr als 45 Prozent. D-Wave Systems notierte zum Handelsende 36 Prozent schwächer.
Huang hatte erklärt, dass nützliche Quantencomputer noch viele Jahre entfernt seien. „Wenn man 15 Jahre für sehr nützliche Quantencomputer veranschlagen würde, wäre das wahrscheinlich zu früh“, sagte er auf dem Analystentag von Nvidia.
„Wenn man 30 Jahre veranschlagen würde, wäre es wahrscheinlich zu spät.“ 20 Jahre hält er daher für einen angemessenen Zeitraum. Das ist jedoch deutlich länger, als viele Aktionäre gehofft hatten.