US-Börsen: Keine Angst vor dem Crash der Technologieaktien
Am Mittwoch erholten sich die Kurse etwas vom vorherigen Absturz.
Foto: HandelsblattFrankfurt . Unheimlich ist Investoren der Boom der großen US-Technologieaktien schon länger. Bereits Anfang Juli bezeichneten drei Viertel der internationalen Portfoliomanager, die sich jeden Monat von der Bank of America (BofA) befragen lassen, den rasanten Aufschwung als übertrieben.
Doch trotz der Bedenken der Profiinvestoren kletterten die Kurse erst einmal weiter. Bis zum vergangenen Donnerstag – seither ist der Index der US-Technologiebörse Nasdaq um bis zu elf Prozent eingebrochen. 1,8 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung wurden vernichtet. Die Aktien des Elektroautopioniers Tesla verloren in der Spitze fast ein Drittel ihres Werts, aber auch andere besonders gehypte Werte wie Apple, Facebook, Microsoft oder die Titel der Google-Mutter Alphabet sackten zum Teil deutlich stärker ab als der Index der Technologiebörse insgesamt.
Genau diese Aktien waren es – zusammen mit Amazon und dem Streamingdienst Netflix –, die den Aufschwung an der Nasdaq maßgeblich getragen und auch einen großen Anteil an den Kursgewinnen im US-Leitindex S&P 500 hatten. Die Einbrüche liefern nach Ansicht von Ali Marsawah, Analyst beim Fondsratinghaus Morningstar, „einen Vorgeschmack darauf, wie es laufen kann, wenn Anleger anfangen, ihre langjährigen Favoriten zu überdenken“. Überraschend seien die Verluste nicht, vor allem dann nicht, wenn die Marktentwicklung nur von wenigen Aktien getrieben werde.