Varta: Batteriehersteller streicht 390 Stellen
Das Unternehmen will bis Ende kommenden Jahres in Deutschland 390 Arbeitsplätze abbauen.
Foto: dpaDüsseldorf. Der in der Krise steckende Batteriehersteller Varta hat 2022 mit einem herben Verlust abgeschlossen. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen einen Verlust von rund 200 Millionen Euro ein. Das liege an einer außerplanmäßigen Abschreibung auf das Sachanlagevermögen in der Sparte mit Lithium-Ionen-Knopfzellen, die Varta einst so viel Wachstum beschert hatte, teilte das im SDax notierte Unternehmen mit.
2021 hatte es noch knapp 126 Millionen Euro Gewinn gemacht. Varta belasten unter anderem hohe Energie- und Rohstoffkosten, der Konzern hatte zuletzt ein umfassendes Spar- und Umbauprogramm in die Wege geleitet.
Das Unternehmen will bis Ende kommenden Jahres in Deutschland 390 Arbeitsplätze abbauen. 240 Stellen sollen noch in diesem Jahr wegfallen. Weltweit beschäftigt Varta 4700 Mitarbeiter, 800 Stellen sollen insgesamt gestrichen werden. Die Aktie, einst ein Börsenliebling, gab am Mittwoch zwischenzeitlich 5,9 Prozent ab. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier fast zwei Drittel an Wert verloren.