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AutobauerHyundai will in Indien an die Börse – größter IPO des Landes?

Den Berichten zufolge könnte der Autobauer für seine indische Niederlassung eine Bewertung von bis zu drei Milliarden Dollar erzielen. 16.06.2024 - 13:26 Uhr
Hyundai ist zusammen mit der kleineren Schwester Kia der fünftgrößte Autobauer der Welt. Foto: Reuters

Neu-Delhi. Hyundai will mit seiner indischen Tochter an die Börse gehen: Der südkoreanische Autobauer habe am Samstag einen Antrag auf einen Börsengang gestellt, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg berichten. Demnach wolle Hyundai 17,5 Prozent oder 142,2 Millionen Aktien der indischen Niederlassung anbieten. Der gesamte Erlös gehe an die Muttergesellschaft.

Insider sagten Reuters, Hyundai strebe ein Volumen von rund zwei bis drei Milliarden Dollar an bei einer Bewertung von bis zu 30 Milliarden Dollar. Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen von rund 2,5 Milliarden Dollar Einnahmen bei einer Bewertung von bis zu 25 Milliarden Dollar. Es wäre damit einer der größten Börsengänge in Indien.

Den bislang größten Börsengang in der Geschichte des Landes legte 2022 der staatliche Versicherer Life Insurance Corp of India hin, der damals 206 Milliarden Rupien (2,5 Milliarden Dollar) erzielte. Es wäre zudem der erste Börsengang eines Automobilherstellers in Indien seit mehr als zwei Jahrzehnten. 2003 ging Maruti Suzuki India den Schritt aufs Börsenparkett.

Zweigrößter Hersteller des Landes

Die indische Börsenaufsichtsbehörde benötigt in der Regel drei bis sechs Monate, um Börsengänge zu genehmigen, abzulehnen oder weitere Informationen einzuholen.

Hyundai Motor India ist gemessen am Umsatz der zweitgrößte Autohersteller des Landes. Wie aus den eingereichten Börsenunterlagen hervorgeht, verdiente das Unternehmen in den neun Monaten bis Dezember 521,58 Milliarden Rupien. Für das Geschäftsjahr zuvor, das im März 2023 endete, hatte das Unternehmen einen Umsatz von 603,1 Milliarden Rupien erzielt. Fast 80 Prozent seiner Einnahmen aus dem Autoverkauf würden im Inland erzielt, hieß es weiter.

Hyundai erhofft sich Liquidität

Mit dem Börsengang will Hyundai den Wert des indischen Geschäfts steigern und eine stärkere Position gegenüber der Konkurrenz einnehmen. Denn der Börsengang könnte die künftige Mittelbeschaffung erleichtern, ohne von der koreanischen Muttergesellschaft abhängig sein zu müssen.

Hyundai geht davon aus, dass die Börsennotierung der Aktien in Indien „unseren Bekanntheitsgrad und unser Markenimage verbessern“ sowie „Liquidität und einen öffentlichen Markt“ für die Aktien schaffen wird, heißt es in dem eingereichten Entwurf des Prospekts.

Citi, HSBC, JP Morgan, Kotak Mahindra Capital und Morgan Stanley sind die Investmentbanken, die das Unternehmen bei der Transaktion beraten.

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Mit Material von Reuters und Bloomberg.

HB
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