Anhörung zur Krypto-Pleite: FTX-Insolvenzverwalter Ray sagt vor Kongress aus: „Auf keinen Fall“ kann er nichts gewusst haben
Der Insolvenzanwalt von FTX sagt vor dem US-Kongress aus.
Foto: APDenver. Schwarzer Tag für Sam Bankman-Fried: Der Gründer der mittlerweile insolventen Kryptobörse FTX wurde am Dienstag von US-Behörden verklagt und in seiner Wahlheimat, den Bahamas, festgenommen. Eine Auslieferung in die USA soll folgen. Sollte er verurteilt werden, dann drohen ihm Rechtsexperten zufolge Dutzende Jahre Gefängnis. Zugleich belastet Insolvenzanwalt John Ray den einstigen Milliardär bei seiner Aussage vor einem Kongress-Ausschuss schwer.
Die US-Börsenaufsicht SEC und die Derivateaufsicht CFTC reichten ihrerseits zivilrechtliche Klagen ein. In allen Fällen geht es im Wesentlichen um Geldwäsche, Wertpapier- und Überweisungsbetrug. Die SEC fokussiert sich auf die Irreführung der rund 90 Investoren, die insgesamt 1,8 Milliarden Dollar in FTX gesteckt hatten.
Im Zentrum der Anschuldigungen der Behörden steht der Krypto-Hedgefonds Alameda Research, der ebenfalls von Bankman-Fried gegründet wurde. So soll von Anfang an das Ziel gewesen sein, Kundengelder von FTX für riskante Trading-Strategien von Alameda zur Verfügung zu stellen, heißt es in der Klageschrift des Justizministeriums, in der er in acht Punkten angeklagt wird.