FTX: Prozessauftakt gegen Sam Bankman-Fried
Der Prozess gegen Sam Bankman-Fried beginnt.
Foto: dpaNew York. Sam Bankman-Fried (auch SBF genannt) war einst der Star der Kryptoszene. Sein Unternehmen, FTX, wurde innerhalb von wenigen Jahren die zweitgrößte Kryptobörse der Welt. Das Unternehmen mit Sitz auf den Bahamas schmückte sich mit Risikokapitalgebern wie Sequoia Capital und Temasek, dem Staatsfonds aus Singapur, und gewann US-Sportstars wie Tom Brady und Shaquille O‘Neal als Werbepartner. Mit einem Vermögen, das zu den besten Zeiten auf gut 26 Milliarden Dollar geschätzt wurde, war SBF auch ein wichtiger Geldgeber für Politiker in Washington.
Ab Dienstag muss sich der 31-Jährige vor Gericht verantworten. Im November musste FTX nach einem Bankrun Insolvenz anmelden. Gut acht Milliarden Dollar an Kundengelder waren verschwunden. Kunden weltweit kamen nicht mehr an ihr Geld. Insgesamt zählte FTX vor der Insolvenz gut neun Millionen Kundenkonten.
Bankman-Fried wurde vom einstigen „Kryptowunderkind“ zum meistgehassten Unternehmer der Branche. Schon früh zeigte er Reue. Er habe „die Bodenhaftung verloren“, erklärte er im Dezember, kurz vor seiner Festnahme auf den Bahamas, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Und: „Ich werde dafür bezahlen müssen.“