Krypto-Börse: Europäische Tochter von FTX steht zum Verkauf
Einige Unterfirmen von FTX sind liquide und stehen jetzt zum Verkauf.
Foto: ReutersDas Europa-Geschäft von FTX soll möglichst schnell verkauft werden. Interessenten sollen sich in den kommenden Wochen melden, dann könnte im März ein Bieterverfahren stattfinden. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die die neue Führung der insolventen Börse am Donnerstag beim zuständigen Gericht in den USA eingereicht hat.
Auch das Geschäft in Japan, die Derivate-Plattform LedgerX und das Fintech Embed sollen möglichst schnell verkauft werden. Die Einheiten in Europa und Japan seien liquide und hätten die nötigen regulatorischen Genehmigungen, sagte der neue FTX-Chef John Ray, der die Börse nun als Insolvenzverwalter führt.
LedgerX und Embed waren eigenständige Unternehmen, die von FTX übernommen wurden. Die Investmentbank Perella Weinberg Partners sucht nach einem Käufer für das europäische Geschäft.
Dabei ist offenbar Eile geboten: Je länger die Geschäfte der Tochtergesellschaften eingefroren seien, „desto größer ist das Risiko, dass die Werte der Assets sinken und Lizenzen verloren werden“, mahnt die Kanzlei Sullivan & Cromwell, die FTX vertritt, in Gerichtsunterlagen. Branchenkreisen zufolge soll es über 50 Interessenten geben.