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KryptowährungenStabilitätswächter schlagen globale Regeln für Kryptowährungen vor – Firmen sollen „wie Banken reguliert werden“

Der Wert von Kryptowährungen ist in den vergangenen Monaten um fast 70 Prozent gesunken. In vielen Ländern sind Cyberdevisen bislang weitgehend unreguliert. 11.10.2022 - 14:56 Uhr Artikel anhören

Kryptowährungs-Unternehmen könnten künftig stärker reguliert werden. Der Finanzstabilitätsrat der G20 hat neun Empfehlungen aufgestellt.

Foto: Bloomberg

London. Die globalen Stabilitätswächter haben nach den jüngsten Verwerfungen am Markt für Kryptowährungen weltweite Regeln für Cyberdevisen vorgeschlagen. Insgesamt stellte der Finanzstabilitätsrat (FSB) neun Empfehlungen auf, wie er am Dienstag mitteilte.

Dazu gehört unter anderem, dass Kryptowährungs-Unternehmen wie Banken Kapital vorhalten sollen, wenn sie ähnliche Geschäfte wie Finanzinstitute betreiben. Der Finanzstabilitätsrat koordiniert die Ausarbeitung von internationalen Standards und Finanzregeln innerhalb der G20, der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

In vielen Ländern sind Kryptowährungen weitgehend unreguliert. Anfang Juli hatte sich die Europäische Union (EU) als erste große Wirtschaftsregion auf Vorschriften für Kryptowährungen verständigt.

Der Wert von Cyberdevisen war im Zuge der Marktturbulenzen der vergangenen Monate weltweit von etwa drei Billionen Dollar im November 2021 auf inzwischen nur noch rund 935 Milliarden Dollar gesunken. Die Zinserhöhungen in den USA und die Aussicht auf schärfere Vorschriften hatten zu Kursstürzen geführt. Einige Krypto-Unternehmen wie etwa Voyager Digital mussten sogar Insolvenz anmelden.

Der niederländische Notenbankchef, Klaas Knot, Vorsitzender des Finanzstabilitätsrats, erklärte zu den Vorschlägen, die Börsenturbulenzen hätten das Führungsgremium in seiner Auffassung bestärkt, dass strukturelle Verwundbarkeiten bestünden. „Diese Turbulenzen haben einmal mehr die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes für eine Regulierung von Krypto-Assets unterstrichen“, erklärte er in einem Brief an die Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten.

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