Finanzmärkte: Angst vor turbulenten Börsenzeiten
Frankfurt. Ausgehend von den USA ist an den Finanzmärkten eine klare Verunsicherung spürbar. Grund dafür sind die deutlich robuster als erwarteten monatlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Diese sorgten am vergangenen Freitag für kräftige Kursverluste an der Wall Street, und die am kommenden Mittwoch anstehenden Daten zur Inflation in den USA könnten zu neuen Turbulenzen führen.
Analysten und Volkswirte fürchten, dass sich die Investoren nach dem langen Aufschwung an den US-Börsen auf deutlich unruhigere Zeiten einstellen müssen. Die jüngsten Verwerfungen könnten „eine gute Vorschau auf das sein, was uns im gesamten Jahr bevorsteht“, meint Priya Misra von JP Morgan Asset Management. Misra rechnet mit unruhigeren Märkten und heftigeren Kursschwankungen. Als Grund nennt die Expertin die hohen Bewertungen, die politische Unsicherheit durch den Regierungswechsel in Washington und die Gefahr, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nicht weiter senken wird.
Für höhere Kursschwankungen spricht auch der Volatility Index der US-Terminbörse CBOE (Vix), das „Angstbarometer“ der Wall Street. Der Vix misst die von Finanzprofis erwarteten Kursschwankungen für den S&P 500 in den nächsten 30 Handelstagen – je höher der Wert, desto größer die Furcht vor Turbulenzen an den Märkten. Am vergangenen Freitag stieg der Vix um über acht Prozent auf einen Stand von 19,54. Ende Dezember hatte der Index noch bei deutlich niedrigeren 14,63 gelegen.