Börse Asien: Zinssorgen belasten Japans Börse
Die Anleger in Asien schauen skeptisch in Richtung USA.
Foto: Getty Images News/Getty ImagesTokio. Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA hat die Kauflaune der japanischen Anleger gebremst. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor ein Prozent auf 33.237 Punkte.
Der breiter gefasste Topix-Index notierte knapp im Plus. Die Börsen in Shanghai und in Hongkong blieben wegen eines Feiertags geschlossen.
US-Notenbankchef Jerome Powell hatte bei einer Anhörung im US-Kongress erklärt, es sei noch „ein langer Weg“, bis das Ziel einer Inflationsrate von 2,0 Prozent erreicht werde. Auch wenn die Federal Reserve jüngst eine Pause eingelegt habe, rechneten doch fast alle Mitglieder in dem für die Zinspolitik zuständigen Gremium damit, dass bis zum Jahresende weitere Anhebungen angemessen sein dürften.
Investoren erwarten eine weitere Zinserhöhung im Juli. Ob es darüber hinaus eine weitere Straffung geben wird, gilt am Finanzmarkt als unsicher. „Es ist klar, dass der FOMC dem Markt zu verstehen geben will, dass eine Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung zur Debatte stehen wird“, sagte Kevin Cummins von NatWest Markets.
Zu schaffen machten dem Nikkei-Index am Donnerstag vor allem die schwächeren Tech-Aktien. Die Chipwerte Advantest und Tokyo Electron verloren rund sechs beziehungsweise vier Prozent.
In den vergangenen Wochen hatte die Hoffnung auf einen Boom bei der Künstlichen Intelligenz (KI) Tech-Aktien weltweit beflügelt. „Im Nikkei-Index sind einige Tech-Werte“, sagte Travis Lundy von Quiddity Advisors. „Wenn sie fallen, fällt auch der Nikkei.“