Börse Asien: Zinssorgen belasten japanische Börsen – Unsicherheit über Aussichten für USA
Die Stimmung an den asiatischen Börsen ist uneinheitlich.
Foto: Stone/Getty ImagesTokio. Belastet von anhaltenden Zinssorgen ist die Tokioter Börse am Mittwoch abgetaucht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rutschte um 2,3 Prozent auf 30.526 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,5 Prozent.
Steigende Renditen an den Anleihemärkten und die Aussicht auf eine weiter straffe Zinspolitik der US-Notenbank beunruhigten die Anleger in Japan. Analysten gehen davon aus, dass die anhaltend angespannte Lage am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten die US-Notenbank im kommenden Monat zu einer Zinserhöhung zwingen könnte.
„Es herrscht so viel Unsicherheit über die Aussichten für die USA, und das belastet japanische Aktien“, sagte Kenji Abe, Stratege beim Broker Daiwa Securities. „Es besteht kurzfristig die Gefahr, dass der Nikkei unter 30.000 fällt – das ist möglich.“
Bei den Einzelwerten gehörten Autowerte zu den größten Verlierern. Die Aktie von Toyota fiel um 4,9 Prozent, Nissan brach um 5,5 6,3 Prozent ein. Titel des Herstellers von Chiptestgeräten Advantest gaben um knapp fünf Prozent nach, während der Chiphersteller Tokyo Electron rund drei Prozent einbüßte.
Der offene Machtkampf bei den Republikanern im US-Repräsentantenhaus und die Absetzung des bisherigen Vorsitzenden Kevin McCarthy verunsicherte die Anlegern ebenfalls. Der Sturz McCarthys blockiert unter anderem die ohnehin schwierigen und zeitkritischen Verhandlungen mit dem Senat über einen endgültigen Haushalt. Die Märkte in China sind wegen Feiertagen („Goldene Woche“) bis Ende dieser Woche geschlossen.