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Dax aktuell Dax schließt auch zum Start in den Mai mit Gewinnen – Anleger kaufen Tourismusaktien

Seit November ist der deutsche Leitindex in einem klassischen Aufwärtstrend. Auf welche Marken Anleger achten sollten, um zu sehen, ob die Rally weitergeht.
03.05.2021 - 17:59 Uhr Kommentieren
Dax aktuell: Mögliche Einigung im Handelsstreit stützt den Dax Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Dax ist positiv in den neuen Börsenmonat gestartet. Der deutsche Leitindex schloss am Montag 0,7 Prozent im Plus bei 15.236 Punkten.

Mittelfristig betrachtet ist die Frankfurter Benchmark seit Anfang November in einem klassischen Aufwärtstrend. Bislang gab es in jedem Monat ein neues Hoch, und der Tiefpunkt war ebenfalls stets höher.

Daraus kann man die Eckpunkte für eine Fortsetzung der sogenannten Impfstoffrally schnell ableiten. Voraussetzungen dafür: Der Dax klettert im Monat Mai über das Rekordhoch aus dem Monat April von 15.502 Punkten und bleibt über dem vergangenen Monatstief. Das liegt bei 15.032 Punkten. Nur dann würde für mittelfristig orientierte Anleger die Börsenampel auf „Grün“ bleiben, alles andere wäre ein Warnsignal.

Solch ein Signal muss nicht sofort zu einem heftigen Ausverkauf führen, es ist nur ein Indikator, dass sich die Rally bald dem Ende neigt. Die aktuellen Daten der wöchentlichen Handelsblattumfrage Dax-Sentiment signalisieren für die kommenden Handelstagen eine weitere Seitwärtsphase.

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    „Für einen heftigen Ausverkauf ist die Stimmung nicht positiv genug“, meint Sentimentexperte Stephan Heibel nach Auswertung der Erhebung. Positive Stimmung mit euphorischen Zügen gilt vereinfacht formuliert als Kontraindikator für bald fallende Kurse. Auf der anderen Seite gibt es nach Einschätzung von Heibel keine Treiber für eine Fortsetzung der Rally.

    Dennoch: Das Warnsignal, dass der mittelfristige Aufwärtstrend sich dem Ende zuneigt, dürfte nicht lange auf sich warten lassen und vermutlich die Unterseite betreffen, der Dax also unter 15.032 Punkte rutschen. Warum? Zum einen war im gesamten Monat April die Schwankungsbreite mit 470 Zählern insgesamt gering, im März war diese Spanne fast drei Mal so groß. Dadurch ist das Risiko deutlich höher geworden.

    Und zum anderen haben die vergangenen Handelstage gezeigt: Sehr gute oder herausragende Quartalszahlen reichen nicht, die Aktienkurse insgesamt weiter nach oben zu treiben. Sie haben bestenfalls gereicht, um die Notierung der jeweiligen Aktie nach oben zu treiben, keinesfalls aber die gesamte Branche, wie es sonst üblich ist.

    Die einzige Ausnahme auf dem heimischen Markt war vielleicht die Bankenbranche. Die Deutsche Bank kletterte nach unerwartet positiven Zahlen in der vergangenen Woche um mehr als 19 Prozent und zog die Commerzbank-Aktie mit, die einen Wertzuwachs von elf Prozent in diesem Zeitraum erzielen konnte.

    Ein Blick auf die anderen Wochengewinner mit einem zweistelligen Prozentplus zeigt: Gefragt waren vor allem Aktien, die von der Nach-Corona-Zeit profitieren. So legten beispielsweise Tui (plus zehn Prozent), K&S (plus elf Prozent) Bilfinger (plus zwölf Prozent) und Hella (plus zehn Prozent) deutlich zu.

    Diese Entwicklung führt zu zwei Fragen: Was könnte nach solch teilweise herausragenden positiven Quartalszahlen der Auslöser für weiter deutlich steigende Kurse sein? In Sicht ist keiner. Und reagiert der deutsche Aktienmarkt auf plötzlich negative Meldungen? Diese Frage wird bestimmt bald beantwortet werden.

    Blick auf Einzelwerte

    Siemens Healthineers: Die Medizintechnik-Tochter von Siemens erlebt dank des boomenden Geschäfts mit Corona-Schnelltests eine Sonderkonjunktur. Das Unternehmen hob die Prognose für das laufende Geschäftsjahr am Montag an. Allein Covid-19-Schnelltests, die Siemens Healthineers vor allem in Deutschland verkauft, sollen rund 750 Millionen Euro Umsatz bringen, mehr als doppelt so viel wie bisher geplant. Aber auch die anderen Sparten sollen stärker wachsen als bisher erwartet. Die Aktie schloss fast zwei Prozent im Plus.

    Tourismus-Aktien: In der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung des Geschäfts mit Flugreisen steigen Anleger bei der Lufthansa ein. Die Aktien der Fluggesellschaft gewann 2,6 Prozent. Das Unternehmen will gemeinsam mit der Tochter Eurowings im kommenden Sommer über 100 Urlaubsziele anfliegen. Auch die Aktie des weltgrößten Reisekonzerns Tui kletterte 4,1 Prozent, die Papiere von Air-France/KLM stiegen um 1,4 Prozent.

    Synlab: Am zweiten Tag ihrer Börsennotiz gewinnen die Aktien immer mehr an Schwung. Die Papiere der Laborkette schlossen 9,2 Prozent im Plus bei 21,00 Euro. Am Freitag hatten sie nach einem verhaltenen Debüt knapp sieben Prozent im Plus bei 19,24 Euro geschlossen.

    Windkraft-Hersteller: Gesenkte Gesamtjahresziele schickten Siemens Gamesa auf Talfahrt. Die Aktien des Windturbinen-Herstellers fielen in Madrid um 3,9 Prozent. In ihrem Sog gaben die Titel der Rivalen Nordex und Vestas ähnlich stark nach.

    „Sofern die Kosten nicht schnell fallen, werden die Gewinnmargen von Siemens Gamesa für die kommenden ein bis zwei Jahren unter Druck bleiben“, warnen die Analysten der Credit Suisse. Erst dann könnten gestiegene Rohmaterial- und Logistik-Preise an die Kunden weitergegeben werden.

    Anleiherenditen steigen wieder

    Die wachsende Hoffnung auf eine rasche Überwindung der Coronavirus-Pandemie macht Staatsanleihen unattraktiver. Investoren warfen am Montag Papiere aus ihren Depots und trieben die Renditen damit weiter in die Höhe.

    Zehnjährige Bonds aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden rentierten zeitweise mit minus 0,162 Prozent, plus 0,200 Prozent beziehungsweise minus 0,015 Prozent jeweils auf dem höchsten Stand seit rund einem Jahr. Die Rendite ihrer italienischen Pendants erreichte mit plus 0,903 Prozent den höchsten Stand seit etwa sieben Monaten.

    „Die Corona-Infektionen in Deutschland und den Niederlanden stabilisieren sich; in Frankreich und Italien gehen sie zurück“, schrieben die Analysten des Research-Hauses BCA. „Gleichzeitig nehmen die Massen-Impfungen in der Euro-Zone an Fahrt auf. Das wird es den Behörden erlauben, Pandemie-Beschränkungen zu lockern.“ Dadurch könne mit einer Beschleunigung der wirtschaftlichen Aktivität gerechnet werden.

    Die Aussicht auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Corona-Folgen hatte in den vergangenen Monaten wiederholt Inflationssorgen geschürt. Die Europäische Zentralbank (EZB) betonte aber mehrfach, dass der Preisdruck verhalten bleiben werde. Außerdem verstärkte sie ihre Anleihekäufe, um die Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen niedrig zu halten und den beginnenden Aufschwung nicht zu gefährden

    Was die Dax-Charttechnik sagt

    Anleger sollten ihren Blick auf die Unterseite richten: Als erster Widerstand gilt die Marke von 15.000 Zählern, dort herrscht Umfragen zufolge erste Kaufbereitschaft.

    Darunter ist aus charttechnischer Sicht noch eine Aufwärtskurslücke wichtig. Es geht um die Lücke vom 30. März bei 14.890/14.845 Punkten. Je nach Risikoneigung können Anleger auch dort ihre Stop-Loss-Marken setzen.

    Solche Lücken entstehen, wenn die tiefste Notierung eines Tages über dem höchsten Kurs des Vortags liegt. Anleger sollten laut technischer Analyse einkalkulieren, dass diese Lücken allmählich geschlossen werden könnten. Auf der Oberseite ist das Rekordhoch von 15.502 Punkten der wichtige Widerstand.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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