Dax aktuell: Dax schließt zwei Prozent im Minus – Ukrainekrise lässt Anleger Gold und Staatsanleihen kaufen
Wie sind die Perspektiven für den deutschen Leitindex?
Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M]Düsseldorf. Der Ukrainekonflikt ist zum beherrschenden Thema an den Börsen weltweit geworden. Und wie häufig im Vorfeld von möglichen kriegerischen Auseinandersetzungen rutschen die Aktienkurse deutlich ab. Im Gegenzug steigen die Notierungen der sogenannten sicheren Häfen wie Gold und Staatsanleihen.
So bricht am deutschen Aktienmarkt der Dax zunächst um 580 Punkte ein und markiert mit 14.844 Punkten ein neues Jahrestief. Der Verlauf verdeutlicht, dass die Angst vor weiter steigenden Energiepreisen im Fall einer militärischen Eskalation an der russisch-ukrainischen Grenze sehr groß ist. Ein weiterer Anstieg würde mit Sicherheit die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie jäh abwürgen.
Am Nachmittag fängt sich der Dax wieder und erobert die 15.000-Punkte-Marke zurück. Zum Handelsschluss liegt die Frankfurter Benchmark zwei Prozent tiefer bei 15.113 Punkten, 311 Zähler weniger. Damit deutet sich an, dass der Dax wieder in seine Handelsspanne der Vorwoche zurückkehrt. Die liegt zwischen 15.000 Punkte auf der Unter- und 15.600 Zählern auf der Oberseite.
Für Entspannung sorgten auch Meldungen, dass der russische Außenminister Sergej Lawrow Präsident Wladimir Putin zu weiteren Gesprächen mit dem Westen wegen der Sicherheitsgarantien zur Ukraine geraten hat. Ein Dialog mit den USA und deren Verbündeten sollte fortgesetzt werden, auch wenn diese die wichtigsten Forderungen Russlands zur Sicherheit zurückgewiesen haben, argumentierte Lawrow am Montag zu Beginn eines Treffens mit Putin.