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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen mit leichten Kursverlusten – Anleger warten auf Inflationsdaten

Die US-Anleger geben sich einen Tag vor Veröffentlichung der Inflationsdaten zurückhaltend. Der Hype der Kleinanleger um Meme-Stocks geht weiter.
09.06.2021 Update: 09.06.2021 - 23:05 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York Vor weiteren Hinweisen auf die Inflationsentwicklung haben Anleger an den US-Aktienmärkten vorsichtig agiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Mittwoch 0,4 Prozent tiefer auf 34.447 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 13.911 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,2 Prozent auf 4219 Punkte ein.

Vor den Inflationsdaten am Donnerstag blieben die meisten Investoren an der Seitenlinie, sagte Rob Sechan, Mitbegründer des Vermögensverwalters NewEdge Wealth. Die anziehende Teuerung schürt an den Börsen die Sorge vor einer zu raschen Drosselung der Geldflut der US-Notenbank. „Zwar sieht die Federal Reserve in dem jüngsten Preisanstieg nur einen vorübergehenden Effekt, die Marktteilnehmer sind jedoch einer anderen Meinung“, sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Sie fürchteten, dass die US-Notenbank (Fed) gezwungen sein könnte, die geldpolitischen Zügel vorzeitig anzuziehen. Bei den US-Inflationszahlen rechnen die Experten für Mai im Jahresvergleich mit einem Anstieg auf 3,4 von drei Prozent.

Viel diskutiert wird unter Anlegern derzeit die Frage, wie nachhaltig der Preisanstieg ist - und inwiefern dies die US-Notenbank Fed in ihrer extrem lockeren Geldpolitik unter Druck setzt. „Sollte der Preissprung deutlich höher ausfallen als erwartet, könnte dies die Börsen empfindlich treffen“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners mit Blick auf die US-Inflationsdaten.

Für Unruhe sorgten an der Wall Street die anhaltenden Kursschwankungen bei Aktien wie GameStop, die in den vergangenen Monaten von Kleinanlegern in die Höhe getrieben wurden. Das Risiko hoher Spekulationen und Marktmanipulationen bestehe bei diesen in Chatforen hochgejubelten Papieren nach wie vor, sagte Sechan. Für die momentan in den sozialen Medien favorisierten Titel von Clover Health ging es nach anfänglichen Gewinnen fast 24 Prozent abwärts. Am Dienstag waren die Aktien um 85 Prozent auf ein Rekordhoch gestiegen.

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    Der Kleinanleger-Hype um bestimmte US-Aktien wie den Videospielehändler Gamestop oder die Kinokette AMC nimmt wieder zu und ist derzeit so groß wie seit Beginn des Phänomens im Januar. In den vergangenen zwei Wochen flossen den Analysten von Vanda Research zufolge 1,27 Milliarden Dollar in Titel, die in Chatforen wie Reddit angepriesen werden.

    Blick auf die Einzelwerte

    Gamestop: Der Videospielhändler GameStop hat seinen Verlust verringert und beim Umsatz die Erwartungen übertroffen. Der Betriebsverlust reduzierte sich im abgelaufenen Quartal auf 40,8 Millionen Dollar von 108 Millionen Dollar im Vorjahr, teilte die bei Kleinanlegern in Internet beliebte Firma am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Der Umsatz stieg um etwa ein Viertel auf knapp 1,3 Milliarden Dollar. Beide Kennziffern waren damit besser als von Experten erwartet, wie aus Refinitiv-Daten hervorging. Auf einen Ausblick verzichtete GameStop. Zudem gab der Konzern die Ernennung von Matt Furlong als neuen CEO und Mike Recupero als Finanzchef bekannt. Beide stammen von Amazon. GameStop-Titel verloren im nachbörslichen Handel zunächst gut acht Prozent.

    Campbell Soup: Nach einer Prognosesenkung fielen Campbell Soup um mehr als sechs Prozent. Dem US-Hersteller von Lebensmitteln wie Crackern und Dosensuppen machen steigende Kosten für Rohstoffe und Transport zu schaffen.

    Merck & Co: Für Merck & Co ging es hingegen 2,3 Prozent aufwärts. Die US-Regierung will für rund 1,2 Milliarden Dollar ein Corona-Medikament des heimischen Pharmakonzerns kaufen. Merck rechnet damit, bis Ende des Jahres mehr als zehn Millionen Behandlungseinheiten zur Verfügung zu haben.

    Lordstown Motor: Die Anteilsscheine von Lordstown Motor schlossen nach einer Talfahrt kaum verändert. Der E-Pickup-Bauer hatte nach einer Warnung vor bestandsgefährdenden Risiken erklärt, dass er mit diversen Parteien Gespräche über den Erhalt von zusätzlichen finanziellen Mitteln führe.

    UPS: Nicht gut kamen bei Anlegern neue Zielvorgaben von UPS für das Jahr 2023 an. Bis dahin will der Logistikkonzern den Umsatz kräftig steigern. Der Aktienkurs verlor dennoch gut vier Prozent. Börsianer begründeten das mit einer enttäuschen Zielvorgabe für die Profitabilität auf dem Heimatmarkt und mit fehlenden Aussagen zu Kosteneinsparungen. Im Sog von UPS fielen auch die Papiere des Kontrahenten Fedex um gut drei Prozent.

    Dish Network: Die Anteilscheine des TV-Satellitenbetreibers Dish Network büßten mehr als sieben Prozent ein. Die Bank JPMorgan riet zum Verkauf der Aktien und begründete dies mit den Herausforderungen beim Aufbau eines kabellosen Netzwerks und einem geringen Frequenz-Spektrum des Unternehmens.

    Mehr: Mit welchen Anlagen sich jetzt noch etwas verdienen lässt.

    • rtr
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