Dow Jones, Nasdaq, S&P 500: US-Investoren vertrauen auf Notenbanken – Wall Street schließt deutlich im Plus
Das Coronavirus bewegt die Märkte.
Foto: dpaNew York. In Erwartung eines koordinierten Vorgehens der Notenbanken gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie haben sich US-Anleger zum Wochenauftakt wieder mit Aktien eingedeckt. Die wichtigsten Indizes schlossen nach den massiven Verlusten der Vorwoche am Montag wieder deutlich im Plus. „Es wird zunehmend davon ausgegangen, dass wir eine koordinierte Aktion der Zentralbanken weltweit sehen werden als Versuch, der Eintrübung durch das Coronavirus zu begegnen“, sagte der Analyst Phil Flynn von Price Futures Group.
Die US-Notenbank Fed hatte am Freitag bereits ihre geldpolitische Handlungsbereitschaft signalisiert, am heutigen Montag zogen die Zentralbanken Großbritanniens und Japans nach, ebenso wie die EZB. Die Ökonomen der Credit Suisse rechnen mit zwei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed in diesem Jahr, wahrscheinlich im März und April.
“Die gute Stimmung muss nicht zwingend anhalten. Ein starker Tag ist noch nicht genug“, gibt Dan Morgan, Portfoliomanager vom Vermögensverwalter Synovus zu bedenken. Morgan investiert vor allem in Technologiewerte und rät Anlegern, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die möglichst wenig von der Produktion oder vom Vertrieb in Asien abhängig sind. „Facebook, Netflix und Amazon sind interessant”, sagt er.
In den USA legte bei den Einzelwerten Apple um mehr als 9 Prozent zu, nachdem die Investmentbank Oppenheimer die Titel auf „Outperform“ hochgestuft hatte. Zur Begründung hieß es, die Produkte und Dienstleistungen des iPhone-Herstellers dürften sich in unsicheren Zeiten als robuster erweisen als die der Konkurrenz. Die jüngsten Kursverluste seien daher eine Gelegenheit zum Einstieg.