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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street schließt nach Fed-Entscheid im Minus – Biontech-Papiere unter Druck

Die US-Notenbank signalisiert, dass es 2023 eine Erhöhung der Zinsen geben könnte. Eine Analysteneinschätzung macht dem Corona-Impfstoffhersteller Biontech zu schaffen.
16.06.2021 Update: 16.06.2021 - 23:29 Uhr Kommentieren
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Die New Yorker Börse an der Wall Street

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt/ New York Die Aussicht auf einer früher als bislang erwartete Zinswende der US-Notenbank Fed hat die Wall Street am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der US-Leitindex Dow Jones verlor 0,8 Prozent auf 34.034 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 14.040 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 4224 Punkte ein.

Zwar beließ die Fed den Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent, wie von Experten erwartet worden war. Auch erneuerten die Währungshüter ihr Bekenntnis, die monatliche Dosis der Geldspritzen in Höhe von 120 Milliarden Dollar solange zu verabreichen, bis erhebliche Fortschritte bei Preisstabilität und Beschäftigung erreicht seien.

Jedoch signalisierten sie erstmals seit Ausbruch der Pandemie, dass es 2023 eine Erhöhung geben könnte. Bislang hatten sie im Mittel eine Zinswende ein Jahr später angepeilt. „Dies deutet darauf hin, dass die Fed unter dem Eindruck steigender Preisrisiken ihren Zeitplan zur Politiknormalisierung beschleunigt“, sagte Bernd Weidensteiner von der Commerzbank.

Einzelwerte im Fokus:

Curevac: Der Corona-Impfstoffkandidat CVnCoV von Curevac hat bei einer zweiten Zwischenanalyse die statistischen Ziele verfehlt. Das teilte das Tübinger Unternehmen in der Nacht auf Donnerstag in einer Pflichtmitteilung mit. „In einer bislang beispiellosen Umgebung mit mindestens 13 Varianten innerhalb der untersuchten Teilmenge der Studienteilnehmer in dieser Zwischenanalyse erzielte CVnCoV eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine COVID-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades und erreichte damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien.“

Erste Analysen hätten gezeigt, dass die Wirksamkeit von der untersuchten Altersgruppe und den Virusstämmen abhänge, hieß es weiter. Das Data Safety Monitoring Board (DSMB) habe ein gutes Sicherheitsprofil bestätigt, die Studie werde bis zur endgültigen Analyse fortgesetzt. Die CureVac-Aktie stürzte nachbörslich um mehr als 50 Prozent ab. Die Papiere werden an der US-Börse Nasdaq gehandelt.

Oracle: Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Oracle mit einem Kursverlust von 5,6 Prozent. Der Software-Konzern steigerte zwar seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal. Für das laufende Vierteljahr stellte er aber wegen erhöhter Investitionen in das Cloud-Geschäft einen Gewinn unter Markterwartungen in Aussicht. Das sei nur ein vorübergehendes Phänomen, kommentierte Analyst J. Derrick Wood vom Vermögensverwalter Cowen. Längerfristig werde sich das Wachstum beschleunigen.

US-Börsenexperte Koch: „Fed-Chef Powell hat die Erwartungen der Wall Street gut gemanagt“

TAL: Unter Verkaufsdruck gerieten auch die in den USA notierten Papiere der chinesischen Nachhilfe-Schulen TAL, Gaotu Techedu und New Oriental Education, die um jeweils mehr als zwölf Prozent einbrachen. Insidern zufolge plant die chinesische Regierung eine strengere Regulierung der Branche. Geplant sei unter anderem das Verbot bestimmter Angebote. Dies könnte die Unternehmen bis zu 80 Prozent ihres Jahresumsatzes kosten.

Biontech: Für die Hinterlegungsscheine von Biontech ging es um 6,6 Prozent bergab. Das Analysehaus Redburn stufte die Papiere des Corona-Impfstoffherstellers nach ihrem jüngsten Kurssprung auf „Sell“ ab. Fundamental sei die Rally bis weit über die 200-Dollar-Marke nicht mehr zu rechtfertigen, hieß es. Bekannt wurde auch, dass die zuletzt recht hohen Impfstofflieferungen nach Deutschland im Juli wieder auf das vereinbarte Maß gebracht werden sollen.

US Steel: Die Papiere von US Steel sackten nach einer negativen Studie der JPMorgan-Analysten um 4,2 Prozent ab. Hinzu kommt, dass die Metallbranche am Mittwoch allgemein in Aufruhr versetzt wurde von einem Eingreifen Chinas. Die chinesische Regierung geht weiter gegen den derzeitigen Rohstoffpreisanstieg vor - mit dem Verkauf von staatlichen Reserven und einer Anordnung, dass staatliche chinesische Unternehmen ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffmärkten verringern sollen.

Mehr: Der Börsen-Sommer steht bevor – Anleger sollten in Ruhe ihre Depots umschichten.

  • rtr
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