Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Handelsschluss: US-Anleger nehmen Reißaus – Israel und Zinsen im Blick
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersNew York. Die US-Börsen haben am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. Auf die Stimmung drückten wachsende Sorgen um die US-Inflation, Zinsen und die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 33.670 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 1,2 Prozent auf 13.407 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 4327 Punkte ein.
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge vereinzelt Ziele im Gazastreifen mit Bodentruppen angegriffen. Es habe sich um „örtlich begrenzte Angriffe“ gehandelt, sagte ein Militärsprecher. Vor einer möglicherweise bevorstehenden großangelegten Bodenoffensive hatte die Armee die Palästinenser zur Evakuierung von Gaza-Stadt aufgerufen. Die Zivilbevölkerung solle sich binnen 24 Stunden in den Süden des Gazastreifens begeben, erklärte das Militär am Freitagmorgen. Betroffen davon wären mehr als eine Millionen Menschen.
„Auch wenn die Börsen zuletzt nicht im großen Stil auf die jüngsten Entwicklungen im Nahostkonflikt nachgaben, schwebt der Konflikt weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger“, kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Auch die Zinssorgen habe der Markt nach den enttäuschenden US-Inflationsdaten offensichtlich nicht abschütteln können. „Vor diesem Hintergrund gehen Anleger lieber auf Nummer sicher. Es dominiert offensichtlich das Prinzip Vorsicht“, sagte der Experte.