Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street schließt wegen Zinssorgen im Minus
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersNew York. Zins- und Konjunktursorgen haben die Anleger an der Wall Street am Dienstag nervös gemacht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent tiefer auf 33.002 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,9 Prozent auf 13.059 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,4 Prozent auf 4229 Punkte ein.
Mehrere Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten am Montagabend mit ihren Aussagen die Hoffnungen der Anleger auf baldige Zinssenkungen zunichtegemacht. Die Ergebnisse einer Umfrage des US-Arbeitsministeriums zu offenen Stellen im August fielen unterdessen ebenfalls überraschend hoch aus.
Die Fed versucht, mit Zinserhöhungen den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Auch die außergewöhnlich hohen Ölpreise, Anleiherenditen und der Dollarkurs machten die Anleger nervös. „Diese drei Faktoren – teures Öl, hohe Renditen und ein starker Greenback – entziehen den Finanzmärkten im Grunde genommen die Luft“, sagte Samy Chaar, Chefökonom bei der Schweizer Bankgruppe Lombard Odier in Genf.
Die Aussicht auf anhaltend hohe Zinsen stützte indes die US-Devise. Der Dollar-Index gewann 0,1 Prozent auf 107,030 Punkte. Der starke Greenback setzte gleichzeitig dem Yen zu, der mit 148,82 zum Dollar knapp unter der 150er-Marke lag. „Die Anleger scheinen davon auszugehen, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, wenn der Kurs noch weiter steigt“, kommentierte Rob Carnell von der Bank ING. Die Rendite der zehnjährigen US-Bonds verharrte indes mit 4,798 Prozent auf einem 16-Jahres-Hoch.