Handelskrieg: Trumps Zölle lassen Chinas Aktienmärkte abstürzen
Shanghai. Der eskalierende Handelskrieg zwischen den USA und China hat die Börsen in der Volksrepublik und in Hongkong zum Wochenstart schwer belastet. Der CSI 300, der die wichtigsten Werte der Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, fiel am Montag nach Handelsbeginn um mehr als vier Prozent, bis zum Mittag (Ortszeit) ging es um mehr als sechs Prozent abwärts.
Der Hongkonger Hang-Seng-Index stürzte regelrecht ab, im frühen Handel zunächst um mehr als neun Prozent auf 20.730 Punkte, im weiteren Handelsverlauf um mehr als zehn Prozent.
Auch die Anleiherenditen fielen auf ein Rekordtief, was darauf hindeutet, dass Investoren in Staatsanleihen umschichteten.
Dabei hatten die vergangenen Monate noch bei vielen Anlegern die Erwartung verstärkt, dass die chinesischen Aktienmärkte eine aussichtsreiche Wette auf die Zukunft sein könnten. Sowohl die Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen als auch Hongkong hatten wieder mehr Investoren angelockt – die Börsengänge namhafter chinesischer Unternehmen in Hongkong steigerten die Attraktivität des Börsenplatzes.
Der KI-Boom und der Aufschwung chinesischer Technologieunternehmen nährten diese Hoffnungen ebenso wie eine Aktienrally im vergangenen und auch in diesem Jahr. Kritiker verwiesen allerdings stets auch auf Chinas Wachstumsprobleme – und auf die Risiken durch den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Zollpolitik reißt nun nicht nur die US-Aktienmärkte mit, sondern auch die chinesischen.