Nikkei, Topix und Co.: Asiatische Börsen vor Fed-Sitzung stabil – Evergrande-Aktie steigt
Zum Wochenstart ist die Stimmung an der Börse Tokio durchwachsen.
Foto: APTokio, Frankfurt. Nach den jüngsten Kursverlusten lässt der Verkaufsdruck an den asiatischen Börsen nach. Der japanische Nikkei-Index stieg am Montag um 0,2 Prozent auf 27.588 Punkte und die Börse Schanghai notierte kaum verändert bei 3524 Zählern.
Da die Aussichten für die Konjunktur unverändert positiv seien, hätten einige Investoren die Gelegenheit zum Einstieg genutzt, sagte Jun Morita, Chef-Analyst des Vermögensverwalters Chibagin. Wegen der nahenden Beratungen der US-Notenbank am Dienstag und Mittwoch hielten sich Investoren allerdings mit größeren Engagements zurück.
Obwohl der Zinserhöhungszyklus noch nicht einmal begonnen habe, deute das Wachstum der US-Konjunktur darauf hin, dass die Fed ihre Geldpolitik rascher straffen müsse als bislang geplant, sagte Volkswirt Oliver Allen vom Research-Haus Capital Economics.
Zu den Favoriten am japanischen Aktien gehörte Canon mit einem Kursplus von zwei Prozent. Einem Medienbericht zufolge wird der Gewinn des Kamera-Herstellers im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 um 20 Prozent steigen. Die Titel des Rivalen Nikon stiegen um 2,8 Prozent.
In Hongkong legten die Titel von China Evergrande 3,4 Prozent zu. Anleger werteten Nominierung eines Managers eines staatlichen Konzerns für den Verwaltungsrat als Zeichen für Fortschritte bei der Restrukturierung des kriselnden Immobilienkonzerns. Sie gehen davon aus, dass das mit rund 300 Milliarden Dollar verschuldete Unternehmen zahlreiche Geschäftsteile an staatliche Firmen verkaufen wird.