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Nikkei, Topix & CoAsiens Aktienkurse schießen nach dem neuen Notprogramm der Fed nach oben

Eine kommende Geldflut in den USA hat am Dienstag die Stimmung der Anleger in ganz Asien gehoben. Besonders stark stiegen die Kurse in Japan und Südkorea.Martin Kölling 24.03.2020 - 09:30 Uhr aktualisiert

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel.

Foto: AP

Tokio. Die neuen Notmaßnahmen der amerikanischen Notenbank haben am Dienstag zumindest in Asien die Börsen stabilisiert. Während die Aktienkurse in den USA am Montag noch einmal nachgaben, stiegen sie in Asien am Dienstag auf breiter Front deutlich an. Der chinesische Shanghai Composite Index legte mit etwas mehr als zwei Prozent am wenigsten zu. Andere wichtige asiatische Märkte kletterten noch stärker.

Der Hongkonger Hangseng-Index gewann über vier Prozent. Der koreanische Kospi-Index und Japans Nikkei-225-Index legten mehr als sieben Prozent zu, der Nikkei stieg auf 18.092 Punkte.

In Japan machten Beobachter ausländische Hedgefonds für den Sprung verantwortlich, die ihre Leerverkäufe decken mussten und daher aktiv Aktien kauften. Höhere Preise für Dow-Jones-Futures hätten dem Markt ebenfalls Rückenwind verliehen, urteilte die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei.

Andere Analysten hoben das Versprechen der US-Notenbank Federal Reserve hervor, die künftig auch massiv auf breiterer Front Anleihen kaufen will, inklusive Unternehmensanleihen und Hypotheken. Im Gegensatz zur globalen Finanzkrise sei die Höhe der Käufe unbeschränkt, erklärte David de Garis, ein Ökonom der National Australien Bank, der Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei ein klares Signal, dass die Fed alles tun wird, um die Integrität und die Liquidität bei Staatsanleihen und anderen wichtigen Schlüsselmärkten aufrecht zu erhalten.

Doch viele Beobachter glauben noch nicht, dass dies die endgültige Kehrtwende ist. Jingyi Pan, ein Aktienstratege von IG Asia in Singapur, sagte auf Bloomberg TV: „Es gibt nicht allzu viel Abwärtsrisiko, aber es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ein bisschen verfrüht zu erwarten, dass die Märkte wieder steigen werden.“

Ein Grund ist, dass noch immer neue negative Nachrichten die Märkte erschüttern können. Japan beispielsweise hat bisher die Coronavirus-Krise ohne Ausgangssperren und Stilllegung von Teilen seiner Wirtschaft überstanden. Aber Tokios Bürgermeisterin Yuriko Koike forderte die Bürger und Unternehmen auf, sich freiwillig noch weiter voneinander zu distanzieren, um Ansteckungen zu vermeiden. „Abhängig von den Entwicklungen ist es möglich, dass wir starke Maßnahmen wie einen sogenannten ‚Lockdown‘ der Stadt durchführen müssen.“

Der große Gewinner bleibt Softbank

Trotz der unsicheren Aussichten in Japan hatte die Tokioter Börse auch den Star des Tages in ihren Reihen: Nachdem der Technikinvestor Softbank am Montag ein 38 Milliarden Euro großes Notprogramm für Aktienrückkäufe und Schuldentilgung angekündigt hat, raste die Aktie nach oben.

Am Montag gewann Softbank bereits 18,6 Prozent hinzu. Am Dienstag stieg der Aktienkurs dann zeitweise um weitere 20 Prozent auf 3830 Yen. Aber das ist immer noch immer ein Drittel unter dem Stand von Mitte Februar. Denn noch drohen weiterhin Softbanks 100 Milliarden Dollar großen Technikfonds, dem Softbank Vision Fund, hohe Wertverluste, weil die globalen Aktienmärkte abgestürzt sind. Dies könnte die Bilanz von Softbank weiterhin stark belasten.

In Südkorea wiederum gewannen einige Chiphersteller besonders stark hinzu. Der Aktienkurs von Samsung Electronics schoss um mehr als acht Prozent in die Höhe, der vom Chiphersteller SK Hynix um 10,5 Prozent.

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