Star-Investor Ray Dalio: „Die USA könnten in etwa drei Jahren pleite sein“
New York, Düsseldorf. Ray Dalio hält sich in politischen Diskussionen eher zurück. Der milliardenschwere Investor hat im US-Wahlkampf weder Donald Trump noch Kamala Harris unterstützt. Lieber konzentriert sich der 75-Jährige auf die großen Probleme der Welt – und hier erwartet der Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater eine dramatische Zuspitzung. „Die Welt befindet sich längst in einem großen, neuen Krieg“, sagt Dalio im Interview mit dem Handelsblatt.
Die Konflikte zwischen den USA und China hätten beide Supermächte an den Rand einer militärischen Auseinandersetzung gebracht. Zusätzlich sieht er die Gefahr von bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den USA, aber auch in Europa.
Dalio, der seit Jahrzehnten die geopolitische Lage analysiert, sieht den Beginn einer neuen Weltordnung, in der das „Gesetz des Dschungels“ herrsche – mit Europa als Verlierer. Verschärft werde die Lage durch die Gefahr einer globalen Schuldenkrise. Vor allem die US-Staatsfinanzen beunruhigen Dalio. Die USA stünden kurz vor einem Schuldenkollaps, warnt er.