Altersvorsorge: Countdown für die Riester-Rente – Was Sparer wissen sollten
Die politischen Parteien sind sich einig, dass es so wie bisher mit der Riester-Rente nicht weitergehen kann.
Foto: Photothek/Getty ImagesFrankfurt, Berlin. Ob Mini-Reförmchen oder Neustart – je nach Ausgang der Bundestagswahl scheint für die Förderrente alles möglich. Doch bis sich wirklich etwas ändert, kann es noch Jahre dauern. Daher kann es Sinn machen, sich erst einmal die Förder-Euros zu sichern, raten Vorsorgeexperten. Sie sind sich sicher, dass Sparer ihre Verträge später umwandeln können.
Eines scheint klar: Die private Altersvorsorge braucht einen neuen Schub. Die über Zulagen und einen Steuervorteil subventionierte Riester-Rente stagniert seit Jahren bei gut 16 Millionen Verträgen. Ein gutes Fünftel davon ruht, wird also aktuell nicht bespart. Anspruch auf eine Förderung haben doppelt so viele Menschen im Land.
Das Konzept gilt als kompliziert, starr und viele Verträge werden als teuer und renditeschwach kritisiert. Vor allem Geringverdiener haben keine Zusatzvorsorge. Die politischen Parteien sind sich einig, dass es so wie bisher mit der Riester-Rente nicht weitergehen kann. Je nach politischer Couleur versprechen die Parteien in der heißen Phase alles: von einem „Neustart“ mit einem transparenten, einfachen Standardprodukt mit niedrigen Kosten auch ohne die umstrittene Kapitalgarantie bis zum Abschaffen des ganzen Modells und Einführen eines staatlich organisierten Vorsorgeprodukts.