Rente zum Selberbauen: So funktioniert ein Auszahlplan
München. 4,3 Millionen ETF-Sparpläne gibt es bundesweit, Tendenz steigend. Das zeigt eine Umfrage des Portals Extra ETF unter deutschen Brokern. Im Schnitt fließen jeden Monat 172 Euro in die Sparpläne auf die kostengünstigen Aktien-Indexfonds. Wer einen solchen Sparplan 30 Jahre lang durchhält, kann sich am Ende über rund 200.000 Euro freuen. Voraussetzung ist, dass sich die Märkte so wie in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickeln.
Die wenigsten werden solche Summen auf einen Schlag ausgeben, sondern nach und nach verbrauchen wollen. Aber wie funktioniert das? Die Antwort sind Auszahl- oder Entnahmepläne.
Sie funktionieren wie Sparpläne, nur anders herum. Doch das Angebot bei Finanzdienstleistern ist eher bescheiden, wie eine Umfrage des Handelsblatts unter den 15 größten deutschen Banken und Brokern zeigt. Knapp die Hälfte der befragten Institute bieten keine Auszahl- oder Entnahmepläne an.
Finanzplanerin Stefanie Kühn sagt: „Das Angebot wird wachsen.“ Schließlich dürfte die gesetzliche Rente eher kleiner als größer werden. Da sei es absehbar, dass die Zahl derer, die ihr Depot in eine Zusatzrente umwandeln wollen, steigen werde. Einige Banken und Broker versicherten auf Nachfrage, dass bereits an Auszahlplänen gearbeitet werde.
Dabei ist es nicht schwer, sich einen solchen Plan selbst zu bauen, weiß nicht nur Expertin Kühn. Es braucht neben einer Idee, wie man im Alter leben will, nur noch Antworten auf einige wichtige Fragen.