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Strom und GasSo drücken Sie Ihre Energie-Rechnung

Die 100 größten Städte im Preisvergleich: Was Strom und Gas kostet, wo Energie am günstigsten ist, wie viel Geld sich mit Ökostrom und Billig-Anbietern sparen lässt - und welche Feinheiten beim Wechsel zu beachten sind.Thomas Schmitt 13.09.2012 - 14:13 Uhr Artikel anhören

Beim Energiekauf lässt sich viel Geld sparen.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. In den nächsten Wochen ist es wieder soweit: Die Strom- und Gasrechnungen flattern ins Haus. Viele werden sich wundern, dass sie schon wieder mehr bezahlen und auch die Vorauszahlung steigt.

Von steigenden Preisen ist auch deshalb auszugehen, weil einige Strom- und Gasnetzbetreiber nun sogar vor Gericht gehen. Konkret geht es darum, höhere Renditen für ihr eingesetztes Kapital durchzusetzen. Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht klagen deshalb elf Netzbetreiber gegen die Bundesnetzagentur. Diese hatte folgende Eigenkapitalzinssätze festgelegt: 9,29 Prozent vor Steuern für Neuanlagen und 7,56 Prozent für Altanlagen.

Strompreis drücken: So viel ist drin
Die Zahlen der Grundversorger in den 100 größten Städten werden verglichen mit den Daten alternativer Anbieter. Basis ist der Jahrespreis für einen Verbrauch von 5.000 kWh in einem Haushalt mit vier Personen. Dabei sind drei Varianten zu unterscheiden-          Sparen mit empfehlenswerten Anbietern-          Sparen mit Öko-Anbietern-          Sparen maximal mit Billiganbietern, bei denen manche Verbraucherrechte eingeschränkt sind – als Gegenleistung für den günstigen Preis.Quelle: Check24
Wer nie den Anbieter oder das Stromprodukt gewechselt hat, befindet sich in der Grundversorgung. Das übernimmt oft das örtliche Stromversorgungsunternehmen zu einem vergleichsweise hohen Preis. Grundversorger ist der Stromanbieter, der in einem Netzgebiet die meisten Haushalte versorgt.
Die Spanne der Tarifpreise von Grundversorgern liegt in dem Beispielfall in den 100 größten Städten zwischen knapp 1200 Euro in Lünen und fast 1500 Euro in Darmstadt.
In diesem Vergleich werden Tarife mit Vorauskasse und/oder Kaution sowie Pakettarife, Erstjahresrabatte und Boni nicht mit berücksichtigt. Enthalten sind nur Tarife mit Preisgarantie sowie einer Vertragslaufzeit von maximal 12 Monaten. Diese Bedingungen sind im Sinne des Verbrauchers, der flexibel bleiben möchte. Die Folge: Die Einsparungen halten sich in Grenzen, allerdings auch das Risiko, dass der Billiganbieter aus dem Markt ausscheidet und Verbraucher ihr Geld nicht wiedersehen.
Bei empfehlenswerten Taifen können Kunden bei einem Wechsel im Schnitt im Vergleich zur Grundversorgung 187,39 € einsparen. Im Schnitt könnte ist damit eine Ersparnis von rund 15 Prozent möglich.
Ersparnis minimal:    56,90 €Ersparnis maximal: 338,99 €Die mögliche Ersparnis bei empfehlenswerten Tarifen hängt stark von der Stadt oder der Region ab.
Im Preisvergleich positioniert sich durchweg Löwenzahn Energie als günstigster Anbieter. Dies ist eine Tochter der Flexstrom. Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter könne die Kosten abfedern, stellt die Stiftung Warentest fest. Doch oft seien die billigsten Anbieter auch die verbraucherunfreundlichsten. Zu Löwenzahn heißt es auf der Internetseite Stromanbieter-Test.de: „Die Geschäftspraktik sieht vor, den Kunden mit starken Rabatten anzuwerben und beispielsweise die Jahresabrechnung zu spät zu senden. Dadurch vergessen viele, fristgerecht zu kündigen und sind mehr oder weniger unfreiwillig das zweite, viel teurere Jahr auch noch Kunde.“
durchschnittliche Ersparnis zur Grundversorgung: 735,18 €Die besten Angebote bringen zumindest im ersten Jahr im Schnitt eine Ersparnis von mehr als 50 Prozent.SpanneErsparnis minimal: 564,03 €Ersparnis maximal: 888,07 €Das Sparpotential ist von Stadt zu Stadt und Region zu Region unterschiedlich.
In den Vergleich nahm Check24 nur hochwertige Ökostromangebote auf, die entsprechend positiv bewertet worden sind. Das sind Tarife mit OK Power Label, grüner Strom Label oder vergleichbare Tarife.
die durchschnittliche Ersparnis zur Grundversorgung: 152,17 €Damit erreichen Kunden einen Doppeleffekt: Sie kaufen mit gutem Gewissen Strom und sparen auch noch im Schnitt mehr als zehn Prozent.SpanneErsparnis minimal: 23,42 €Ersparnis maximal: 279,67 €

Die Netzbetreiber halten die Renditen für zu gering und fordern nach Angaben des Gerichts Eigenkapitalzinssätze von mehr als 11 Prozent vor Steuern. Für die Verbraucher würde dies wohl höhere Preise bedeuten, berichtet die Agentur dapd. Denn die Kapitalkosten fließen über die Netzentgelte in den Strompreis ein und werden letztlich vom Stromkunden bezahlt. Insgesamt machen die Netzentgelte schon heute rund 23 Prozent des Gas- und Strompreises von Haushaltskunden aus.

Verbraucherschützer glauben dagegen: Energie könnte ein ganzes Stück günstiger sein. Denn die Stromversorger zum Beispiel hätten gesunkene Einkaufspreise nicht an die Kunden weiter gegeben. Damit fielen aktuell die Stromrechnungen um drei Milliarden Euro für die privaten Haushalte zu hoch aus, stellt der Bund der Energieverbraucher fest. Die Realität sieht anders aus: Auch 2012 sind die Strompreise gestiegen, für 2013 sind weitere Preissteigerungen angekündigt.

Das merken vor allem Mieter: Die Teuerung sei nicht durch die Immobilienpreise getrieben, sondern durch die rasant steigenden Energiekosten, stellt Zeit Online fest. Lasse man die regionalen Unterschiede außen vor, werde schnell deutlich, dass die deutschen Wohnungsmieten in den vergangenen Jahren eher moderat gestiegen seien. Die Kaltmieten hätten sich sogar nur unterdurchschnittlich entwickelt, zeige die amtliche Statistik. Gleiches gelte für die Nebenkosten, die nichts mit der Energieversorgung zu tun hätten, beispielsweise die Gebühren für die Müllabfuhr.

Im Stadtrat von Hanau berichtete die SPD beispielsweise, dass seit 2000 die Kosten eines mittleren Hanauer Haushaltes für Strom um 60 Prozent, für Gas sogar um 100 Prozent gestiegen seien. Die Nettoeinkommen seien dagegen nur um 25 Prozent gewachsen. Immer mehr Familien werde sogar der Strom abgestellt.

Die Beispiele zeigen: Auf freiwillige Preissenkungen der Versorger zu warten, dürfte wenig bringen. Erfolgversprechender dürfte sein, die bereits vorhandenen Preisunterschiede zu nutzen. Verbraucher können die Konkurrenz der Anbieter anheizen, indem sie wechseln. Das tun immer noch sehr wenige, obwohl der Energiemarkt bereits seit 1998 liberalisiert ist.

Wo und wie Verbraucher am besten ihre Strom- und Gasrechnung drücken können, zeigt ein Preisvergleich der 100 größten Städte.

Höhere Netzentgelte treiben Strompreis nach oben
Gut ein Drittel machen Energiebeschaffung und Vertrieb aus, heißt es im Monitoringbericht 2011 der Bundesnetzagentur. Die Steuern liegen derzeit bei 25 Prozent, hinzu kommen die Umlage des Erneuerbare-Energie-Gesetzes und weitere staatliche Abgaben (zusammen 16 Prozent). Das Netto-Netzentgelt macht 21 Prozent aus, plus Kosten für Abrechnung und Messungen (3 Prozent). Im Jahr 2011 kostete eine Kilowattstunde den Haushaltskunden 25,45 Cent, knapp zwei Cent mehr als ein Jahr zuvor. 2006 lag der Preis noch bei 18,93 Cent.
Hinter dem Begriff Netzentgelte verbergen sich die Kosten für den Transport und die Verteilung des Stroms. Die für die Genehmigung zuständige Bundesnetzagentur geht in den jetzt bekanntgewordenen Hochrechnungen davon aus, dass sie in den kommenden Jahren um 16 bis 24 Prozent steigen werden. Hauptursache ist der teure Ausbau der Netze, um sie besser auf den Transport von Strom aus erneuerbaren Energieb auszurichten. Die Netzentgelte machen zusammengenommen heute bereits rund ein Viertel des Strompreises aus. Sie werden von den Verbrauchern beziehungsweise den Stromlieferanten an die Netzbetreiber gezahlt.
Seit August gilt die neue Stromnetzentgeltverordnung. Paragraf 19 befreit Unternehmen mit einem hohen Verbrauch fast komplett von den Netzgebühren - und das rückwirkend für das laufende Jahr. Unternehmen, die mindestens 7000 Stunden pro Jahr am Netz hängen und mehr als zehn Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen, müssen gar keine Netzentgelte mehr zahlen. Ab einem Stromverbrauch von 100 000 Kilowattstunden pro Jahr sinken die Netzkosten bereits so deutlich, dass tausende Unternehmen nicht wie die Verbraucher den vollen Preis zahlen müssen. Mehr als 1600 Unternehmen - darunter auch aus dem Lebensmittelhandel, Hotels und Gaststätten - haben laut Bundesnetzagentur bereits einen Antrag auf Ermäßigung gestellt. Die Behörde erwartet, dass die Rabatte zusammengerechnet mehr als 400 Millionen Euro ausmachen werden. Der Betrag wird auf alle übrigen Stromkunden umgelegt.
Dass die deutsche Industrie international wettbewerbsfähig sein müsse, sei völlig klar, meint Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. Dass aber nun auch Hotels und Gaststätten davon profitieren, könne er nicht nachvollziehen. Da sei im vergangenen Jahr etwas „völlig aus dem Ruder gelaufen“.
Das komme auf das Kleingedruckte im Vertrag an, sagt Sieverding. Allgemein rät er, sich zu informieren und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Nicht alle gäben solche Preisentwicklungen sofort an die Kunden weiter.

Die Daten dafür wurden Handelsblatt Online von Check24 zur Verfügung gestellt. Für eine Kleinfamilie wird aufgezeigt: Mit soliden Anbietern können Verbraucher ihre Energierechnung um mehrere hundert Euro drücken. Das entspricht im Jahr einer Einsparung von 15 bis 20 Prozent. Die Stiftung Warentest ist zu ähnlichen Ergebnissen gekommen: Ein Vier-Personen-Haushalt könne zwischen 100 und 150 Euro pro Jahr sparen. Auch viele Ökostromtarife seien immer noch günstiger als der Grundtarif.

So nutzen Sie Energievergleichsportale
Einen Überblick über die verfügbaren Vergleichsrechner im Netz liefert Google. Quelle: Stern.de, Verbraucherschützer, Check24
Nicht alle Vergleichsrechner liefern die gleichen Ergebnisse. Daher sollten Verbraucher mehrere Portale nutzen und die Ergebnisse miteinander vergleichen.
Verbraucher sollten ihren Jahresverbrauch wissen, den müssen sie eingeben, wenn sie einen Vergleichsrechner nutzen.
Manche Rechner sind nach den Interessen der Anbieter eingestellt. Das muss sich nicht mit den Verbraucherinteressen decken. So landen die Kunden oft bei Offerten, die zwar sehr günstig, aber riskant sind, etwa Tarife mit Vorauskasse.
Um den richtigen Tarif zu finden, sollte man die Filter entfernen, die das Portal eingebaut hat. Das ermöglicht eine gezieltere Suche nach dem passenden Tarif.
Man kann die Rechner oft so einstellen, dass die eigenen Präferenzen berücksichtigt werden, etwa Strom aus erneuerbaren Quellen.
Wer in die engere Auswahl kommt, sollte intensiver geprüft werden. Zum Beispiel auf Preisgarantien. Dabei sollte man die jeweiligen Anbieter anschreiben und um Informationen bitten.
Es ist zwar bequem, den Wunschtarif über ein Online-Portal zu buchen. Besser ist jedoch, mit dem jeweiligen Versorger direkt Kontakt aufzunehmen. Ein Grund dafür: Oft ändern Versorger auch kurzfristig ihre Tarife, ohne dass Vergleichsrechner dies erfahren oder berücksichtigen.

„Wechseln ist einfach und ohne Risiko möglich“, betonen die Verbraucherschützer in ihrer Energieberatung. Inzwischen sind über 1000 Anbieter mit rund 9000 Tarifen im Geschäft. Damit habe es jeder selbst in der Hand, Energiekosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und seinen Beitrag für mehr Wettbewerb im Strommarkt zu leisten.

Verbraucherschützer warnen einerseits vor Billigtarifen, andererseits betonen sie, wie einfach der Wechsel des Energieanbieters inzwischen sei. Im Prinzip gehe das in drei Schritten: Zuerst einen neuen Anbieter suchen, dann einen Vertrag schließen und den neuen Anbieter den Rest erledigen lassen. „Wechselkosten gibt es ebenso wenig wie ein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen“, sagen die Verbraucherschützer.

Obwohl keine Wechselkosten anfallen gilt es dennoch, bei dem Vertrag eine Reihe von Punkten zu beachten: 

  • Laufzeit: Sie sollte nicht länger als ein Jahr sein.

  • Kündigungsfrist: nicht mehr als einen Monat.

  • Supersparangebote: Die Preise sind womöglich nicht von Dauer. Eine Preisgarantie sollte wenigstens ein Jahr gelten. Nach Ablauf ist jederzeit eine Preiserhöhung möglich. Da ein Rabatt beziehungsweise Wechselbonus nur einmalig eingeräumt wird, sollte man sich davon nicht blenden lassen.

  • Bruttopreise: Herkunft und Zusammensetzung beachten

  • Festpreise: Vorauszahlungen und Strompakete, also den Einkauf einer vorab vereinbarten Strommenge, sollte man vermeiden.
  • Stromvertrag: der Name des bisherigen Stromlieferanten und Netzbetreibers, die Zählernummer, die vorherige Kundennummer sowie der letzte Jahresverbrauch wird benötigt.

  • Wechselgebühren: Technische Arbeiten oder gar ein neuer Zähler sind nicht erforderlich. Es entstehen keine Wechselgebühren.

  • Konkurs: Auch wenn sich der neue Anbieter einmal vom Markt zurückzieht oder in Konkurs fällt oder der neue Vertrag gekündigt wird: Die Lichter gehen nicht aus. Der Haushaltskunde wird in der Ersatzversorgung unverzüglich zu dem Grundpreis vom örtlichen Anbieter versorgt. Und es sind keine Strafentgelte zu befürchten.

Die Gasrechnung senken: So viel ist drin
Die Zahlen der Grundversorger in den 100 größten Städten werden verglichen mit den Daten alternativer Anbieter. Basis ist der Jahrespreis für einen Verbrauch von 20.000 kWh in einem Haushalt mit vier Personen. Dabei sind drei Varianten zu unterscheiden-          Sparen mit empfehlenswerten Anbietern-          Sparen mit Öko-Anbietern-          Sparen mit Billiganbietern, bei denen manche Verbraucherrechte eingeschränkt sind – als Gegenleistung für einen sehr günstigen Preis.Quelle: Check24
Wer nie den Anbieter oder das Gasprodukt gewechselt hat, befindet sich in der Grundversorgung. Das übernimmt oft das örtlich Versorgungsunternehmen zu einem vergleichsweise hohen Preis. Grundversorger ist der Anbieter, der in einem Netzgebiet die meisten Haushalte versorgt.
Die Spanne der Tarifpreise von Grundversorgern liegt in dem Beispielfall in den 100 größten Städten zwischen 1.929,75 € in Leipzig und 1.252,59 € in München. Die Spanne ist damit wesentlich größer als in der Grundversorgung mit Strom.
In diesem Vergleich werden Tarife mit Vorauskasse und/oder Kaution sowie Pakettarife, Erstjahresrabatte und Boni nicht mit berücksichtigt. Nur Tarife mit Preisgarantie sind enthalten, die Vertragslaufzeit beträgt maximal 12 Monate. Diese Bedingungen sind im Sinne des Verbrauchers, der flexibel bleiben möchte. Die Folge: Die Einsparungen halten sich in Grenzen, allerdings auch das Risiko, dass der Billiganbieter aus dem Markt ausscheidet und Verbraucher ihr Geld nicht wiedersehen.
Bei empfehlenswerten Taifen können Kunden bei einem Wechsel im Schnitt im Vergleich zur Grundversorgung  331,11 € einsparen. Im Schnitt könnte ist damit eine Ersparnis von gut 20 Prozent möglich.
Empfehlenswerte Tarife:Ersparnis minimal: 137,04 €Ersparnis maximal: 769,79 €Die mögliche Ersparnis hängt stark von der Stadt oder der Region ab – und sie ist absolut betrachtet höher als bei Strom.
Im Preisvergleich positioniert sich fast durchweg Löwenzahn Energie als günstigster Anbieter. Dies ist eine Tochter der Flexstrom. Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter könne die Kosten abfedern, stellt die Stiftung Warentest fest. Doch oft seien die billigsten Anbieter auch die verbraucherunfreundlichsten. Zu Löwenzahn heißt es auf der Internetseite Stromanbieter-Test.de: „Die Geschäftspraktik sieht vor, den Kunden mit starken Rabatten anzuwerben und beispielsweise die Jahresabrechnung zu spät zu senden. Dadurch vergessen viele, fristgerecht zu kündigen und sind mehr oder weniger unfreiwillig das zweite, viel teurere Jahr auch noch Kunde.“
durchschnittliche Ersparnis zur Gas-Grundversorgung: 855,76 €Die Billiganbieter bringen durchschnittlich im ersten Jahr eine Ersparnis von mehr als 50 Prozent.SpanneErsparnis minimal: 244,40 €Ersparnis maximal: 1.241,86 €Das Sparpotential ist von Stadt zu Stadt und Region zu Region sehr unterschiedlich – bei dem gleichen Anbieter. Bei Löwenzahn liegt die Preisdifferenz in den 100 größten Städten bei knapp 200 Euro im Jahr.
Hinter der Bezeichnung „Ökogas“ stecken ganz unterschiedliche Angebote. Einige Gasanbieter haben Ökogas-Tarife im Programm, bei denen die Kohlendioxid-Neutralität des gelieferten Erdgases garantiert wird. Der Gasversorger kauft durch den erhöhten Gaspreis Emissionszertifikate. Dadurch soll die Klima-Belastung ausgeglichen werden. Eine andere Variante ist die Unterstützung von Klimaprojekten in Ländern. Mitunter sind Öko-Tarife daher teurer als die Grundversorgung. Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele.
die durchschnittliche Ersparnis zur Grundversorgung: 260,30 €Damit erreichen Kunden einen Doppeleffekt: Sie kaufen mit gutem Gewissen Strom und sparen auch noch im Schnitt mehr als zehn Prozent. Allerdings sollten Kunden genau prüfen, was der jeweilige Anbieter für die Umwelt tut.Spanne bei Öko-GasErsparnis minimal: 65,23 €Ersparnis maximal: 686,49 €

Weitere wichtige Punkte behandelt ein Fragenkatalog, den die Verbraucherschützer entworfen haben. Ein Stromvergleich ist auf vielen verschiedenen Portalen im Internet möglich. Viele der Anbieter verdienen Geld damit, dass sie Interessenten an Anbieter weiter leiten. Der WDR verweist in einem Beitrag zum Thema auf diesen Anbieter von Vergleichen: Energieverbraucherportal.

Viel Geld lasse sich außerdem sparen, wenn man den Energieverbrauch im Haushalt im Griff hat, betonen die Verbraucherschützer. Vor allem alte Geräte würden die Kosten stark nach oben treiben. Bei Haushaltsgeräten könne man bis zu 80 Prozent Energie sparen.

Ökogas: Was ist das?
Der Begriff Ökogas wird verwendet, um Gastarife zu kennzeichnen, die den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren oder vermeiden. Es gibt jedoch keine strenge Definition. Das Wort und kann daher auch zu Marketingzwecken verwendet werden.Quelle: Check 24, Finanztest
Biogas wird durch die Vergärung von organischem Material hergestellt. Energiepflanzen und Reste aus der Landwirtschaft oder Nahrungsherstellung landen in einer Biogasanlage und werden zu Gas. Wird dieses Biogas verbrannt, entweicht nur so viel CO2 in die Atmosphäre, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen haben.
Da Biogas aufwändig gewonnen und aufbereitet werden muss, ist es im Vergleich zu normalem Erdgas noch relativ teuer. Meist werden daher Tarife angeboten, die nur einen bestimmten Anteil Biogas aufweisen. Der Rest der Erdgaslieferungen besteht aus gewöhnlichem fossilem Erdgas.
Wer einen Klimatarif bestellt, erhält normales, fossiles Erdgas und setzt beim Verbrennen des Gases zusätzliches CO2 frei. Gleichzeitig finanziert der Gasanbieter aber Maßnahmen, um an anderer Stelle die Menge an Treibhausgasen einzusparen, die der Gasverbrauch verursacht. Der Vorteil: Die CO2-Einsparung kann dort erfolgen, wo dies zu geringeren Kosten möglich ist als durch Biogas. Klimatarife sind daher häufig günstiger.
Bei Ökostrom sind sie gang und gäbe, bei Ökogas hingegen noch kaum verbreitet: Zertifikate und Gütesiegel unabhängiger Institutionen- Das liegt vor allem daran, dass der Gasmarkt später liberalisiert wurde als der Stromsektor. Ökogas-Kunden müssen sich daher stärker auf die Angaben und die Glaubwürdigkeit des Versorgers verlassen.
Der Gasanbieter verspricht Ökogas, am Gasanschluss muss bei einem Wechsel in einen grünen Tarif aber nichts geändert werden. Das heißt, es strömt weiter dasselbe Gas aus der Leitung wie vorher. Wie passt das zusammen? Es ändert sich die Einspeisung. Wenn ein Kunde Ökogas bestellt, landet mehr Ökogas im Netz. Der einzelne Kunde erhält zwar dieselbe Gasmischung wie zuvor. Er sorgt aber dafür, dass sein Anbieter in Höhe seines Verbrauchs Ökogas kaufen und in das Gasnetz einspeisen muss.
In vielen Regionen sei das günstigste Ökogasangebot deutlich preiswerter als der Tarif des lokalen Grundversorgers, stellt Finanztest fest. In Deutschland könnten Kunden im Schnitt zwischen 20 Anbietern von Ökogas wählen. In weiten Teilen Norddeutschlands, Nordrhein-Westfalens und Sachsens biete sich mit maximal 18 Anbietern weniger Auswahl. In vielen Gebieten Baden-Württembergs gebe es aber sogar mehr als 30 Ökogasversorger.
Vor einem Wechsel des Anbieters sollte man einen Preisvergleich vornehmen. Dafür eignen sich Tarifrechner im Internet. Die meisten arbeiten allerdings auf Basis von Vermittlungsprovisionen. Auch finden sich Angebote, bei denen vom wechselwilligen Kunden Vorkasse verlangt wird, warnt die Verbraucherzentrale NRW.
Beim Gaspreisvergleich mittels Tarifrechner muss man eine Heizleistung (in kW) eingeben. Der Grund hierfür liegt darin, dass einzelne Gaslieferanten ihre Preise nicht nur nach der jährlichen Heizgasmenge kalkulieren, sondern auch nach der maximalen Abnahmemenge pro Stunde.
Eine schnelle und überschlägige Ermittlung des Jahresverbrauchs und der Heizleistung kann mit nachfolgenden Schätzgrößen vorgenommen werden. Jahresheizenergieverbrauch (inklusive Warmwasserbereitung, d. h. Warmwasser wird über die Heizung erwärmt)Wohnungsgröße in m2Mittlerer Verbrauch in kWh/Jahr und m2Mittlerer Verbrauch in kWh/Jahr40rund 1506.00070rund 14510.000100rund 14014.000130rund 13517.500Der Heizenergieverbrauch kann jedoch je nach dämmtechnischem Standard des Hauses und nach individuellem Nutzerverhalten deutlich nach oben oder unten abweichen.

Während es auf dem Strommarkt bereits seit mehr als einem Jahrzehnt mehr Wettbewerb gibt, ist der Gasmarkt erst seit 2006 liberalisiert. Über 825 Versorger mit rund 7000 Tarifen werben inzwischen um die Gunst der Kunden, weiß das Vergleichsportal Check24. Zwischen ihnen gebe es teilweise erhebliche Preisunterschiede. Auf Wunsch könne auch der Anbieterwechsel direkt online in Auftrag gegeben werden. Die Umstellung laufe nahtlos und unmerklich ab. Sogar die Kündigung des bisherigen Gaslieferanten übernehme der neue Anbieter.

Auch bei der Wahl des richtigen Gastarifs raten Verbraucherschützer zu höchstens zwölf Monaten Laufzeit, damit Kunden flexibel bleiben und reagieren können, wenn andere Versorger günstigere Gaspreise anbieten. Eine Preisgarantie oder Preisfixierung, die mindestens die Vertragslaufzeit abdeckt, schütze vor unliebsamen Preissteigerungen. Wie auf dem Strommarkt sollten Verbraucher bei Billiganbietern vorsichtig sein.

Bei Auseinandersetzungen und Problemen mit dem Gasversorger könne man sich an eine Schlichtungsstelle wenden, so Check24. Diese springt auch bei Problemen mit dem Stromversorger ein.

Das Schlichtungsverfahren sei für den Gaskunden kostenlos und dürfe maximal drei Monate dauern. Der Versorger sei zu einer Teilnahme verpflichtet. Das Recht, gegen den Gasanbieter zu klagen, gehe durch ein Schlichtungsverfahren nicht verloren. Es sei aber möglich, auf diese Weise schneller und ohne Prozess zu einer Einigung zu kommen. Voraussetzung: Der Kunde hat sich zuvor beschwert und wurde abgewiesen.

Top 10: Wo die Strompreise am stärksten steigen
Das Portal www.preisvergleich.de hat Grundversorgungstarife und Spezial-Privattarife verglichen. Als Vergleichsbasis diente ein jährlicher Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.
In drei Tarifen ist hier zum 1. April eine Erhöhung von durchschnittlich 13,91 Prozent geplant.
Bei einem Tarif steht hier zum 1. April eine durchschnittliche Erhöhung um 12,30 Prozent an.
Zum 1. Mai müssen sich Kunden in zwei Tarifen auf eine durchschnittliche Preiserhöhung von 11,80 Prozent einstellen.
Gleich in 14 Tarifen erhöht der Versorger zum 1. April die Preise um durchschnittlich 10,36 Prozent.
Die Bergischen Licht-, Kraft- und Wasserwerke erhöhen zum 1. April die Preise in sieben Tarifen um durchschnittlich 9,73 Prozent.
Auf 13 Tarife will der Versorger zum 1. April durchschnittlich 9,6 Prozent aufschlagen.
Die Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen (AVU) erhöht zum 1. April in drei Tarifen die Preise um durchschnittlich 9,45 Prozent.
Um durchschnittlich 7,95 Prozent sollen die Preise zum 1. April in vier Tarifen des Versorgers erhöht werden.
Um durchschnittlich 7,87 Prozent sollen zum 1. April die Preise in vier Tarifen steigen.
Zum 1. April sollen die Preise in zwei Tarifen um durchschnittlich 7,73 Prozent steigen.

Ein Wechsel des Gasversorgers lohne sich für jeden Haushalt. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh könne ein Wechsel rund 500 Euro pro Jahr an Gaskosten einsparen, stellt Check24 fest.

Was Strom und Gas bei den Versorgern kostet, wo Energie am günstigsten ist und wie viel Geld Kunden mit Öko-Strom und Billig-Anbietern sparen können, zeigen die folgenden Tabellen, die auf Daten von Check24 beruhen. Die Tops und die Flops unter den 100 größten Städten Deutschlands.

Die folgenden Tabellen beziehen sich auf eine Familie mit vier Personen, was sie zahlt, wenn sie 5000 kWh im Jahr verbraucht und was sie sparen kann, wenn sie den Versorger wechselt.

Strom: Die günstigsten Grundversorger

Die teuersten Grundversorger

Strom: Wo Kunden am meisten sparen

Strom: Wo Kunden am wenigsten sparen

 

 


Öko-Strom: Die günstigsten Anbieter

 

Öko-Strom: Relativ teure Anbieter

 

Öko-Strom: Wo Kunden am meisten sparen

Öko-Strom: Wo Kunden vergleichsweise wenig sparen

Auch Billigstrom gibt es in Deutschland nicht zu einem Einheitspreis. Der Preis verändert sich von Stadt zu Stadt und Region zu Region.

Die Tabelle zeigt die Spanne des günstigsten Anbieters Löwenzahn Energie. Verbraucherschützer raten in der Regel von solchen Billigtarifen ab, weil sie sich auf Dauer nicht rechneten und nur zu Bedingungen abzuschließen seien, die Verbraucherrechte einschränken.

Regionale Preisdifferenzen bei Löwenzahn Energie

Die folgenden Tabellen beziehen sich auf eine Familie mit vier Personen, was sie zahlt, wenn sie 20.000 kWh im Jahr verbraucht und was sie sparen kann, wenn sie den Versorger wechselt.

Gas: Die günstigsten Grundversorger

Gas: Die teuersten Grundversorger

Gas: Wo Kunden am meisten sparen

Gas: Wo Kunden recht wenig sparen

Öko-Gas: Die günstigsten Angebote

Öko-Gas: Wo alternative Energie relativ teuer ist

Öko-Gas: Wo Kunden am meisten sparen

Öko-Gas: Wo Kunden recht wenig sparen

Auch Billig-Gas gibt es in Deutschland nicht zu einem Einheitspreis. Der Preis verändert sich von Stadt zu Stadt und Region zu Region.

Die Tabelle zeigt die Spanne des günstigsten Anbieters Löwenzahn Energie und die mögliche Ersparnis zum Grundversorger in den jeweiligen Städten. Verbraucherschützer raten in der Regel von solchen Billigtarifen ab, weil sie sich auf Dauer nicht rechneten und nur zu Bedingungen abzuschließen seien, die Verbraucherrechte einschränken.

Billig-Gas: Wie viel sich wo mit dem Billiganbieter Löwenzahn Energie sparen lässt

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