Abbvie: Pharmakonzern baut mit KI Datenbank für Wissenschaftler auf
Die Nutzer der Datenbank können sich wie bei Musikstreaming-Diensten Hitlisten zusammenstellen und Vorschläge machen lassen.
Foto: obsFrankfurt. Jedes Jahr gib es laut Experten des TIB - Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften - rund 2,5 Millionen neue Forschungsveröffentlichungen. Schätzungen zufolge verdoppelt sich die wissenschaftliche Literatur alle 17 Jahre. Bei diesem Tempo kann kein Mensch Schritt halten und den Überblick behalten. Die Forschung läuft Gefahr, durch die Unübersichtlichkeit geschwächt zu werden. Deswegen wird beispielsweise an Instituten wie dem TIB, aber auch in der Industrie daran gearbeitet, mit Hilfe neuer Such- und Analysesysteme den Zugang zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbessern, um sie effizienter nutzen zu können.
Das funktioniert mit maschinellem Lernen und auch sogenannten generativen Sprachmodellen, die durch Chat GPT in der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Der Pharmakonzern Abbvie hat bereits vor fünf Jahren in Zusammenarbeit mit verschiedenen IT-Partnern damit begonnen, die verfügbare Wissenschaftsliteratur in einer eigenen Datenbank zusammenzuführen und das Wissen mit den neuartigen sprachlichen Fähigkeiten, verbunden mit Künstlicher Intelligenz, leichter durchsuchbar zu machen.
Ziel war es, dass sich die Forscher ähnlich wie bei Musikstreamingdiensten à la Spotify ihre eigenen Hitlisten von Fachliteratur anzeigen lassen können und auch neue Vorschläge über Veröffentlichungen bekommen.