Digital Health: Bewerber haben hervorragende Jobaussichten
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Foto: HandelsblattKöln. Die Liste ist lang: Fast 1000 Stellenanzeigen in Deutschland mit dem Stichwort „Digital Health“ zeigt allein Linkedin Anfang September an. Und die Spanne ist breit: Johnson & Johnson hat eine offene Projektmanager-Stelle in Leipzig, das Frankfurter Medizin-Cannabis-Start-up Algea Care braucht jede Menge Entwickler – und Beratungshäuser von Roland Berger über Capgemini bis hin zu Syte suchen ebenfalls fachlich passende Verstärkung. Mal stehen die IT-Kenntnisse im Vordergrund, mal werden approbierte Mediziner gesucht. Doch insgesamt ist klar: Der Bedarf an Fachpersonal ist groß.
Gerade Dienstleister rund um die Gesundheitsbranche rüsten derzeit massiv auf, weil sie sich auf einen hohen Beratungsbedarf und einen wachsenden Markt einstellen wollen. „Es gibt vermehrt Anfragen, zum Beispiel aus den Beratungshäusern, die Healthcare-Consultingdienstleistungen anbieten“, berichtet etwa Joachim Komorowski, Inhaber der auf den Gesundheitssektor spezialisierten Personalberatung Business Matters Management Consulting. Für Krankenhäuser und Krankenkassen wird das zum Problem: Sie können nur schwer mit den Gehaltsstrukturen der Berater mithalten.
Schnittstellenfunktionen sind gefragt
Viel größer ist jedoch die Herausforderung, dass es noch kaum klare Karrierewege gibt. Gefragt sind vor allem Schnittstellenfunktionen, die sowohl Wissen aus der IT als auch aus dem Gesundheitswesen mitbringen. „Es gibt diese Qualifikationen auf dem Markt, aber sie sind noch Mangelware“, sagt Komorowski.