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GesundheitAcht Tipps, mit denen Sie durch Fasten gesünder leben

Wer Fasten richtig angeht, verleiht seiner Gesundheit neuen Schwung. Doch wer bewusst auf Nahrung verzichten will, sollte einiges beachten. So klappt's.Dietrich Grönemeyer 02.07.2025 - 15:53 Uhr Artikel anhören
Kolumnist Dietrich Grönemeyer erklärt, wie Anfängern das Fasten gelingt. Foto: Imago, Getty Images

Wir handeln ständig gegen unseren eigenen Körper. Denn wir sind eigentlich nicht darauf ausgerichtet, dauernd zu essen und Nahrung verfügbar zu haben. Wenn wir das aber machen, dann sind viele Verdauungs- und Stoffwechselsysteme einfach überfordert. In der Folge entstehen chronische Erkrankungen von Bluthochdruck bis Diabetes.

Vermutlich spüren viele von uns dieses Problem. Denn Fasten – also die Gegenbewegung zu dieser Unvernunft im Alltag – ist sehr populär. Jede zweite und jeder zweite Deutsche hat schon öfter über mehrere Wochen auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut verzichtet. Insgesamt empfinden 67 Prozent der Befragten Fasten als sehr sinnvoll oder sinnvoll, so eine Forsa-Umfrage zum Thema Fasten der DAK-Gesundheit für 2024.

Fasten und Intervallfasten: Ein heilsamer Schock

Dabei gibt es verschiedenste Formen des Fastens. Grundsätzlich lässt sich zwischen längeren Essenspausen, dem Intervallfasten, und Fastenkuren, bei der für mindestens fünf Tage weitestgehend auf feste Nahrung verzichtet wird, unterschieden.

Fasten wirkt wie ein heilsamer Schock auf den Körper – zumindest, wenn man gesund ist. Für geschwächte Menschen oder Kinder ist Fasten dagegen nichts.

Durch den längeren Nahrungsentzug wird das körpereigene „Zellrecycling-Programm“, die Autophagie, anspringen. Defekte oder beschädigte Moleküle werden vom zelleigenen Abfallentsorgungssystem geschreddert und abgebaut und daraus neue Energie gewonnen.

Fasten: Mehr als eine Methode zum Abnehmen

Im Gegensatz zu einer Diät zielt die Idee des regelmäßigen Fastens nicht in erster Linie auf eine Gewichtsreduktion ab. Die Regeneration des Körpers und die Heilung oder Verbesserung von Autoimmunerkrankungen, Allergien und weiteren chronischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt.

Dabei geht es um mehr als rein physiologische Ziele oder die Optimierungen des Gesundheitszustands. Neben dem therapeutischen Fasten ist Heilfasten auch als Kur zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Neuorientierung beliebt. Daher besitzt Fasten zu Heilzwecken durchaus spirituelle Anteile – als Reinigung von Körper, Geist und Seele. 

Doch wer fasten will, sollte dies überlegt und fachkundig beraten angehen. Diese Schritte helfen dabei.

Acht Tipps, die beim Fasten helfen:

  1. Konsultieren Sie vor dem Fasten einen Arzt: Bevor Sie beginnen, ist es ratsam, sich ärztlichen Rat einzuholen. Das gilt insbesondere bei gesundheitlichen Problemen oder der Einnahme von Medikamenten. Auch während des Fastens ist es wichtig, auf die Signale des Körpers zu hören. Wer sich während des Fastens unwohl fühlt oder ernsthafte Nebenwirkungen bemerkt, sollte das Fasten beenden und einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
  2. Wählen Sie die richtige Fasten-Methode: Es gibt verschiedene Arten des Fastens, einschließlich intermittierendem Fasten, Wasserfasten, Saftfasten und so weiter. Wählen Sie eine Methode, die zu Ihren Zielen und dem Lebensstil passt.
  3. Beginnen Sie langsam mit dem Fasten: Gerade für Fasten-Neulinge ist es ratsam, mit kürzeren Fastenperioden zu beginnen und diese langsam zu erweitern, um dem Körper Zeit zu geben, sich anzupassen. Das erfordert mitunter Geduld. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an das Fasten zu gewöhnen.
  4. Machen Sie eine Darmreinigung: Heilerde und Flohsamen helfen beim Entrümpeln, sie wirken sanft abführend und sind meist besser bekömmlich als zum Beispiel das starke Abführmittel Glaubersalz. Dafür morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Heilerde trinken, dann eventuell ein bisschen Haferbrei essen und nach dem Frühstück ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Flohsamenschalen. Mittags und abends leichte Gerichte aus ballaststoffreichem Gemüse.
  5. Nutzen Sie Leberwickel: Unser Entgiftungsorgan muss beim Fasten Höchstleistungen erbringen. Dabei können wir die Leber unterstützen: Wärmeflasche mit heißem Wasser befüllen. In ein feucht-warmes Tuch wickeln und unterhalb des rechten Rippenbogens platzieren. Das Ganze mit einem Handtuch oder einer Decke abdecken. 20 Minuten einwirken lassen. Das wirkt entspannend und regt gleichzeitig die Entgiftungstätigkeit der Leber an.
  6. Trinken Sie viel beim Fasten: Kalorienfreie Getränke können dabei helfen, Ihr Hungergefühl zu stillen. Um nicht ganz auf Geschmack verzichten zu müssen, sind neben Wasser auch Tees in allen Variationen (ohne Zucker, Milch oder Pflanzendrink) oder klare Gemüsebrühe (Gemüsesud) eine gute Option. Trinken Sie mindestens 2,5 Liter pro Tag.
  7. Vermeiden Sie übermäßige Anstrengung: Reduzieren Sie während des Fastens intensive körperliche Aktivitäten. Der Körper hat während der Fastenzeit weniger Energie zur Verfügung.
  8. Essen Sie nach dem Fasten bewusster: Langsam wieder normal, aber möglichst bewusster essen. Das heißt: Leichte Kost in der Anfangszeit mit viel Gemüse, auf Fettes und Süßes weiterhin verzichten, wenig Fleisch, stattdessen lieber Fisch, möglichst oft frisch kochen. So bleibt der Darm nach der Sanierung lange gesund und munter. Studien zeigen übrigens, dass man auch mit einer bloßen Ernährungsumstellung auf kalorienarme Kost Entzündungen im Darm reduzieren und sogar heilen kann. Wichtige Grundlage dabei: kalorienarme Kost.

Dieser Artikel erschien bereits im April 2024. Der Artikel wurde am 07.04.2025 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

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