Homeoffice: „Hybrides Arbeiten bringt enorme Herausforderungen mit sich“
Berlin. Wie beeinflusst mobiles Arbeiten Produktivität und Innovation in einem Unternehmen? Welche Führung braucht flexible Arbeit? Und gibt es irgendwann keine Büros mehr? Wenige haben zu diesen Fragen in Deutschland so viel geforscht wie Florian Kunze.
Der Wirtschaftswissenschaftler ist Leiter des Future of Work Lab an der Universität Konstanz. Seit Beginn der Coronapandemie führt er die Konstanzer Homeoffice-Studie durch. 700 repräsentative Beschäftigte beantworten in regelmäßigen Abständen unter anderem Fragen zu ihrer Produktivität, ihrer Motivation oder ihrer emotionalen Erschöpfung. Die Ergebnisse der Studie hat er nun in einem Buch zusammengefasst.
Im Interview erzählt er, was es braucht, damit mobiles Arbeiten funktioniert, wie es die Produktivität beeinflusst und warum viele Arbeitgeber auf starre Präsenzregeln setzen – obwohl die gar nicht so viel bringen.
Lesen Sie hier das ganze Interview zu New Work:
Herr Kunze, Sie betreuen eine der größten Studien zum Homeoffice in Deutschland. Was zeigen Ihre Daten? Ist das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus eine gute Idee?
Ganz klar: Ja – wenn man es richtig macht. Unsere Daten zeigen, dass der Wunsch nach Homeoffice unter Mitarbeitern ungebrochen ist. Nicht fünf Tage am Stück. Im Schnitt bevorzugen sie rund zwei Bürotage und drei Tage mobiles Arbeiten, also ein hybrides Modell.