Innovationsmanagement: Wie das Homeoffice in vielen Firmen zur Kreativitätsbremse wird – und was Manager tun können
Viele Beschäftigte stecken derzeit angesichts des Lockdowns in einem Motivationsloch.
Foto: mauritius images / Westend61Düsseldorf, San Francisco. Rein technisch war der Wechsel vom Büro ins Homeoffice für die IT-Sicherheitsfirma Avast ein Klacks. Und doch hadert Firmenchef Ondrej Vlcek mit dem Arbeiten auf Distanz: „Ein großes Problem ist, dass man nicht sagen kann, welche Chancen wir in diesem Moment verpassen – weil wir einfach nicht wissen, was ohne Pandemie alles möglich gewesen wäre.“
Vlcek beobachtet in Coronazeiten einen Kaskadeneffekt in Sachen Motivation. Spätestens im Herbst sei immer klarer geworden, dass vor allem kreative, innovative Diskussionen zu kurz kämen. „Uns fehlen die Zufallsbegegnungen“, sagt der Avast-Chef. „Wir versuchen, das derzeit remote zu kopieren, doch machen wir uns nichts vor: Es ist einfach nicht dasselbe.“
Mussten Millionen Firmen im ersten Lockdown Wege finden, wie sie von einer Präsenz- zu einer Homeoffice-Kultur wechseln, scheint es mit jeder weiteren Verlängerung des Ausnahmezustands schwieriger zu werden, kreativ zu bleiben. Manager grübeln, wie sie auf Distanz neue Ideen fördern können. Mit teilweise ernüchternden Erkenntnissen – aber auch wertvollen Ratschlägen.