Homeoffice und Hygienevorschriften: „Wir können die Zentrale nicht einfach abschließen“: Wirtschaft reagiert gespalten auf neue Corona-Regeln
„Büroarbeitsplätze sind weiter nötig. Wir können die Zentrale nicht einfach abschließen.“
Foto: Anne Grossmann FotografieDüsseldorf. Homeoffice-Pflicht? Nicht nötig. So klangen die größten Arbeitgeber des Landes noch vor wenigen Tagen bei einer Handelsblatt-Befragung. Auf die am Dienstagabend von Bund und Länderchefs beschlossenen verschärften Corona-Schutzmaßnahmen reagieren viele Unternehmen mit einer Mischung aus Unverständnis und Gelassenheit.
So teilt der Chemie- und Pharmakonzern Bayer am Mittwoch mit, der jetzt bis zum 14. Februar verlängerte Lockdown stelle „keine grundlegend neue Situation“ für das Unternehmen dar. Die meisten Beschäftigten, die seit dem Frühjahr überwiegend aus dem Homeoffice arbeiten, würden dies auch weiterhin tun.
Ähnlich antworteten auch andere vom Handelsblatt befragte Konzerne wie Allianz, Beiersdorf, Eon, die Deutsche Bank und Volkswagen.
Klare Kritik kommt hingegen von Reinhold von Eben-Worlée. Der Chef des Hamburger Chemieunternehmens Worlée und Präsident des Familienunternehmer-Verbands sagte im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Die neuen Regelungen zum mobilen Arbeiten sind ein weit übertriebener Eingriff in die unternehmerische Selbstbestimmung.“