Interview: Headhunter Christoph Trah: „Können Klienten deutlich schneller Kandidaten präsentieren“
„Wir können unseren Klienten deutlich schneller Kandidatenprofile präsentieren“, sagt der Personalberater über die Personalsuche in der Pandemie.
Foto: InterconsiliumDüsseldorf. Früher fuhr Headhunter Christoph Trah durch die halbe Republik, um für Familienunternehmen geeignete Top-Manager zu finden. Seit einem Jahr funktioniert das in 80 Prozent der Fälle per Webcam und Telefon. „Die Prozesseffizienz hat sich dramatisch verbessert“, sagt er im Handelsblatt-Interview. Früher habe es Wochen gedauert, bis man mit Kandidaten einen passenden Termin gefunden hätte, virtuell gelinge das in wenigen Tagen.
So prognostiziert der geschäftsführende Gesellschafter der Personalberatung Interconsilium, dass auch nach dem Ende der Pandemie das Erstinterview per Video stattfinden werde. Doch „wenn sich das Kandidatenfeld auf zwei oder drei Favoriten verengt hat, kann ein virtuelles Gespräch die persönliche Begegnung nicht mehr ersetzen – gerade dann nicht, wenn wir von Vorstandspositionen sprechen“.
In den virtuellen Treffen beobachtet er, „dass sich selbst Top-Manager im Homeoffice sehr leger kleiden“. Für Trah ist das ein Minuspunkt. „Wenn wir über eine Top-Position reden, ist es auch eine Frage des Respekts, dass man sich angemessen kleidet.“