Mindshift-Podcast: Einhorn-Gründer: „Wir müssen nachhaltiges Wirtschaften in die DNA aller Unternehmen einbauen“
Der Gründer der Kondom-Firma Einhorn hat sich selbst als Chef abgeschafft.
Foto: Robert WunschDüsseldorf. Waldemar Zeiler hat sich nichts Geringeres vorgenommen, als das gesamte Wirtschaftssystem zu revolutionieren – beziehungsweise zu „unfucken“, wie er es nennt. Der Gründer der Berliner Kondom-Firma Einhorn hält die Wirtschaft in ihrer derzeitigen Form für den direkten und indirekten Hauptverursacher der Klima- und Biodiversitätskrise.
„Wir müssen nachhaltiges oder ‚fairstainables‘ Wirtschaften, wie wir es nennen, in die DNA aller Unternehmen einbauen. Ansonsten haben unsere Kinder und Enkelkinder nicht mehr so viel Spaß auf der Welt, wie wir es vielleicht mal hatten oder unsere Eltern“, sagt er in der neuen Podcast-Folge von Handelsblatt Mindshift.
Leidenschaftlich plädiert der „Serienscheiterer“ im Gespräch für ein neues unternehmerisches Mindset und Verantwortungsgefühl für die Erde. Der Jungunternehmer – geboren 1982 – hat nach sieben missglückten Start-ups und einem Burn-out zusammen mit Philip Siefer erfolgreich die Firma Einhorn gegründet – und sich nach fünf Jahren als Chef gerade selbst abgeschafft. Das Start-up dient jetzt nicht mehr seinem persönlichen Vermögen, sondern einem Sinn.