Rheinmetall & Co.: Diese Experten suchen Rüstungsunternehmen jetzt dringend
Berlin. Deutschland und Europa rüsten auf. Die deutschen Waffenhersteller wollen in den kommenden Jahren ihre Kapazitäten ausbauen. Die Produktion von Großgeräten wie gepanzerten Fahrzeugen und von Munition wie Granaten und Raketen soll massiv steigen, wie das Handelsblatt berichtete.
Grund für den Ausbau sind unter anderem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Befürchtung, dass Europa im Falle einer Wiederwahl Donald Trumps als US-Präsident sicherheitspolitisch auf sich allein gestellt sein könnte. Der allgemeine Tenor: Europa muss mehr in die eigene Verteidigungsfähigkeit investieren.
Dafür bauen Rüstungshersteller hierzulande neues Personal auf, wie eine Umfrage des Handelsblatts unter den führenden Firmen der Branche zeigt. Das Problem: Auch in der Rüstungsindustrie herrscht Fachkräftemangel.
Rüstungsunternehmen: Für welche Jobs fehlen Fachkräfte?
„Das Potenzial an Mitarbeitern ist definitiv zu gering“, sagt Headhunterin Eva Brückner, die für die Beratung Heinrich und Coll Führungskräfte in der Rüstungsindustrie rekrutiert. Um eine Führungsposition zu besetzen, müsse sie rund 300 Kandidaten ansprechen.
Zwar habe sich das Image der Branche im Vergleich zu früher deutlich verbessert, sagt Brückner. Aber auch Rüstungsunternehmen sähen sich einem Bewerbermarkt gegenüber. Viele Kandidaten würden viel Geld für einen Wechsel verlangen. Zudem hinkten Rüstungsfirmen bei Themen wie flexiblen Arbeitszeiten oder Homeoffice hinterher.