Hochschule: Chaos an der Uni St. Gallen – Doch das schadet der Manager-Kaderschmiede kaum
Die Negativschlagzeilen mehren sich.
Foto: mauritius imagesSankt Gallen. Draußen strahlt die Sonne, drinnen pilgern junge Männer und Frauen scharenweise durch die Gänge, um Hörsäle, Bibliothek und Mensa zu besichtigen. Es ist „Master-Infotag“ auf dem Rosenberg in Sankt Gallen. An Tischen stellen Studenten an diesem Tag ihre Studiengänge vor – vom Rechnungswesen bis zur internationalen Politik ist es nur ein kurzer Weg. Weltoffen, praxisnah, exzellent: So präsentieren sie sich hier gern an der Universität St. Gallen, kurz HSG.
Doch seit Kurzem nagen gleich mehrere Negativschlagzeilen am Vorzeigeimage der Ostschweizer Elitehochschule: Vom „Niedergang der HSG“ war kürzlich etwa in der „Weltwoche“ zu lesen. Es geht um Ungereimtheiten bei Spesenabrechnungen von Uni-Mitarbeitern, fragwürdige Professoren-Nebentätigkeiten, selbst der Rektor steht im Visier der Kritik. „Die letzten Monate waren außerordentlich intensiv“, sagt HSG-Rektor Thomas Bieger im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das liege nicht nur an den vielen Großprojekten wie einem neuen Campus, den die Universität gerade angeht. Sondern auch an „verschiedenen Themen, die aufgetreten sind“.