Beyond the obvious: Die nächste Finanzkrise geht von den Staatsschulden aus
Die Welt versinkt in Schulden. In den ersten drei Quartalen 2025 sind laut Global Debt Monitor des Institute of International Finance (IIF) die weltweiten Gesamtschulden um mehr als 26 Billionen US‑Dollar auf knapp 346 Billionen Dollar gestiegen, das entspricht rund 310 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Der Löwenanteil stammt aus den Industrieländern, allen voran die USA und China, aber auch Frankreich, Deutschland und Großbritannien tragen kräftig dazu bei.
Dabei treibt nicht der Privatsektor die Verschuldung, sondern die Staaten. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürften die Staatsschulden der entwickelten Volkswirtschaften bis 2030 auf durchschnittlich knapp 120 Prozent des BIP steigen. Nicht wenige Staaten weisen schon heute Schuldenniveaus auf, die früher nur nach Kriegen erreicht wurden. Ohne echte Konsolidierung könnte die Staatsverschuldung in den Industrieländern bis 2050 auf rund 170 Prozent des BIP steigen – selbst unter der optimistischen Annahme, dass die Zinsen dauerhaft unter den Wachstumsraten liegen.
Dies allein spricht bereits für eine zunehmende Instabilität in den Finanzmärkten und der Realwirtschaft, vor allem aufgrund des unweigerlichen Drucks auf die Zentralbanken, die Staaten zu finanzieren.